Verschiedene Fragen Rochester E4ME

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Alex.H
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Beitragvon Alex.H » Samstag 17. März 2018, 18:05

Moin!

Da ich meinen Vergaser soweit wieder zusammen hab ( danke, Kurt! :D ), ich aber ja immer neugierig bin, wie was funktioniert, hier noch mal ne Frage zu der Hebelei hinter der Dose:

Ich hab das nach dem Reingen natürlich alles schön dünn gefettet, bevor ich's zusammen gebaut hab, damit es schön gescheidig läuft. Kann es sein, daß das eher kontraproduktiv ist? Ich hab das Gefühl, daß das so einiges hinter der Dose alleine durch die Schwerkraft arbeit. Speziell beim Verriegelungshebel der zweiten Stufe ist mir aufgefallen, daß der nach dem Entriegelwerden vom E-Choke nur ganz langsam aus seiner Verriegelungspostion gleitet, also nicht zwangsbewegt wird. Wahrscheinlich ist das seewasserbeständige Fett zu steif, was ich da benutzt hab. Dementsprechend ist die Sekundär-Drosselklappe noch lange verriegelt, wenn der Choke schon längst voll auf ist.

Genauso muss ich noch mal versuchen, die vordere Vakuum-Bremse ( Choke-Unloader ) zu verstehen. Wenn der Choke aktiv ist, sorgt die ja dafür, daß nach Motorstart, die Klappe leicht aufzieht, damit der Motor nicht gleich wieder absäuft. Gleichzeitig verriegelt sie dabei über ein Gestänge die obere Klappe der zweiten Stufe. Aber ich hab noch nicht verstanden, wann sie wieder entriegelt. Dazu müsste dann nämlich der Unterdruck an der Dose weg sein. Ich glaube ich muss mir noch mal meinen Unterdruck-Schaltplan vornehmen und meine diversen Videos, die ich schon vom laufenden Motor gemacht hab, damit ich das verstehe.

Gruß, Alex

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Re: Verschiedene Fragen Rochester E4ME

Beitragvon hier-kommt-kurt » Sonntag 18. März 2018, 00:51

Wennst vollgas gibst, bricht der Unterdruck soweit zusammen, dass die Dose nachlässt, und damit kann auch die Klappe oberhalb der 2. Stufe aufgehen, schön langsam, damit es kein Loch beim Beschleunigen gibt.
Das mit dem Fett hast eh selbst schon gesagt. Das muss ganz leichtgängig sein, der Hebel mit dem kleinen Gewicht macht allein durch Schwerkraft die Choke-Klappe auf, sobald die bimetall-Feder nicht mehr dagegen arbeitet. Weg mit dem dicken Baz. Da reicht WD40 oder Lithium-Fett.
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Beitragvon Alex.H » Sonntag 18. März 2018, 17:31

So, alles von Fett befreit, a Dröbbelsche Nähmaschinenöl drauf und gut ist. Alles macht was es soll, und langsam verstehe ich das Zusammenspiel der kleinen Hebelchen.

Das mit dem Vakuumzusammenbruch bei Volllast verstehe ich auch. Wäre logisch.

Aber... Ein Problem hab ich noch: Irgendwie hakt das Verriegelungsgestänge zur Luftklappe der zweiten Stufe. Sie kann dann nicht voll aufgehen. Erst, wenn man etwas nachhilft, geht sie ganz auf.

Ich hab das mal gefilmt, damit man besser verstehen kann, was ich meine. Irgendwie ist der angesetzte Hebel an der Umlenkung da im Weg...

https://youtu.be/6fvl1hM35Ew

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Beitragvon Alex.H » Sonntag 18. März 2018, 18:34

So, ich habe jetzt solange an dem Blech rum gebogen und den Schlitz nachgeglättet, bis es weder beim Öffnen noch beim Schließen hakt. Da Blech ganz runter war nämlich auch doof. Dann hat die Klappe offen gehakt.

Woran erkenne ich eigentlich, ob und wie weit die Kunststoffstoffscheibe, die die Primärnadeln anhebt, verschlissen ist. Hatte ich mir bislang noch gar keinen Kopf drum gemacht.

Gruß, Alex

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Beitragvon bernds » Sonntag 18. März 2018, 20:09

Alex.H hat geschrieben:... die Kunststoffstoffscheibe, die die Primärnadeln anhebt,

???????

Da gibt es keine Kunsstoffscheibe. Und "angehoben" werden die Primärnadeln auch nicht, sondern vom Magnetplunger (Metall) heruntergedrückt.

Also was genau meinst Du?? Foto?
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Beitragvon Alex.H » Sonntag 18. März 2018, 20:34

Ach quatsch, Entschuldigung! Natürlich meine ich die Nadeln der Sekundärstufe... :)

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Re: Verschiedene Fragen Rochester E4ME

Beitragvon hier-kommt-kurt » Sonntag 18. März 2018, 21:37

Es wird in der Bibel (Cliff) geschrieben, dass die Scheibe verschleisst. Also ich hab in den letzten 20 Jahren noch keine gefunden, die Abnutzung gehabt hätte.... Wenn die Klappen ganz aufgehen, ist die Scheibe o.k. Und auch wenn sie nicht ganz aufgehen (das gibts bei manchen Kalibrierungen, vor allem für kleineren Hubraum) ist es auch kein Malheur.
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Beitragvon bernds » Sonntag 18. März 2018, 21:53

Ach jetzt weiß ich. Du meinst den schmalen Excenternocken auf der Welle der Air-Valve Klappen, der den "Galgen" anhebt, richtig?

Der sollte eigentlich keinen Verschleiß aufweisen; habe ich zumindest noch nie gesehen (aber auch dahingehend wenig Erfahrung). Die Laufbahn des Hubzapfens sollte schön geradlinig und ohne Einlaufspuren sein!


@ Kurt: geht ja nicht um die Klappen sondern um den Hub der secondary Rods.
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Re: Verschiedene Fragen Rochester E4ME

Beitragvon Alex.H » Sonntag 18. März 2018, 22:02

Genau. Die Klappen gehen ja so oder so auf, wenn genug Unterdruck anliegt. Die Nadeln aber werden mit der Drehung der Klappenwelle über die Excenterscheibe angehoben. Wenn due abgenutzt ist, läuft die Nummer zu mager.

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Beitragvon bernds » Sonntag 18. März 2018, 23:49

Alex.H hat geschrieben: Wenn due abgenutzt ist.....

Hab ich noch nicht gesehen.

Aber was würden 2-3 Zehntel Millimeter bei der Steinzeittechnik schon ausmachen???
Genau, nüscht.
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Re: Verschiedene Fragen Rochester E4ME

Beitragvon Alex.H » Montag 19. März 2018, 08:26

Na gut, dachte nur, ich könnte zur Vorsicht mal den Hub messen. Aber dazu bräuchte ich natürlich die Maße einer neuen Scheibe.

Gruß, Alex

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Re: Verschiedene Fragen Rochester E4ME

Beitragvon Alex.H » Montag 19. März 2018, 18:25

Weiß eigentlich jemand dss Anzugsmoment für die Schrauben vom Vergssergehäuse? In meinem originalen habe ich zwei Werte gefunden. Einmal 11 und einmal 7 Nm. 11 erscheinen mir aber etwas viel. So'ne normale M5 bekommt was um die 5Nm, da finde ich 11 schon heftig.

Gruß, Alex

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Beitragvon Kapitänkurtl » Donnerstag 29. März 2018, 19:21

7 +11 Nm stimmt laut werkstatthandbuch hab ich bei meinem auch gemacht.
Wichtig ist auch die Reihenfolge!!

Und die vergaserbefestigungen auch nach Angabe anziehen sonst verzieht der Deckel wieder!

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Re: Verschiedene Fragen Rochester E4ME

Beitragvon Alex.H » Donnerstag 29. März 2018, 21:39

Moin!
Danke!
Hab nicht wirklich raus finden können, welche 7 und welche 11 bekommen.

Und die zur Vergaserbefestigung habe ich noch gar nicht gefunden. Die hätte ich jetzt so " nach Vernunft " fest gezogen. Hast Du da Werte für mich?

Gruß, Alex

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Beitragvon bernds » Donnerstag 29. März 2018, 21:47

Alex.H hat geschrieben:Und die zur Vergaserbefestigung habe ich noch gar nicht gefunden.

sollen 16 Nm sein.

Finde ich aber auch schon ganz schön viel, da drückt es das Airhorn vorne schon krumm.

Hast Du zufällig so ein gage tool, um den Schwimmerstand im eingebauten Zustand zu kontrollieren??? Bzw. weißt du die Solllänge? - Habe vor Jahren mal was mit 48mm errechnet, bin mir aber nicht mehr ganz sicher.

Grüße, bernds
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