Verschiedene Fragen Rochester E4ME

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Re: Verschiedene Fragen Rochester E4ME

Beitragvon hier-kommt-kurt » Donnerstag 29. März 2018, 22:19

Gibt verschiedene Angaben, je nach Modell, Kalibrierung etc. Bewegt sich im Rahmen von 5/16 - 3/8 - 11/32 also halt ein bissi unter 10 mm. Meiner Erfahrung nach macht es nicht viel Unterschied, obwohl die Bücher da ganz anderer Ansicht sind. Bücher, nicht Pülcher. Die Pülcher wollen dir einen neuen Vergaser verkaufen.
Kommt auch aufs Auto an. Einen K5 Blazer würd ich ein bissi niedriger einstellen, wenn Gelände gefahren wird, ebenso ein Boot.
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Re: Verschiedene Fragen Rochester E4ME

Beitragvon Alex.H » Donnerstag 29. März 2018, 22:25

Hallo Bernds!

Nee, hab ich leider auch nicht. Hab jetzt nur aus den ganzen Angaben zum E4ME mehr oder weniger den Mittelwert genommen und den Schwimmerstand im trockenen Zustand eingestellt. Ich kann aber noch mal in meinen ganzen Büchern schauen, ob ich was finde. Ich wollte den Vergaser vorm Einbau auch noch mal mit 1m Gefälle befüllen und damit auf Dichtigkeit testen. Da kann ich dann noch mal nach dem Schwimmerstand schauen.

Gruß, Alex

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Verschiedene Fragen Rochester E4ME

Beitragvon bernds » Donnerstag 29. März 2018, 22:50

hier-kommt-kurt hat geschrieben:Gibt verschiedene Angaben, je nach Modell, Kalibrierung etc. Bewegt sich im Rahmen von 5/16 - 3/8 - 11/32 also halt ein bissi unter 10 mm. Meiner Erfahrung nach macht es nicht viel Unterschied,


Das sind aber die Angaben für die Einstellung bis zur Gehäuseoberkante. Die wird ja gemessen und (mehr oder weniger trocken) justiert.
Dafür hab ich die Angaben für meinen Motor.

Mich interesssiert aber der Abstand/die Distanz vom Schwimmer bis Oberkante Airhorn, dort wo man das Messtäbchen reinsteckt um bei laufendem Motor den Schwimmerstand zu kontrollieren. Hast Du das Maß?
Man kann es natürlich errechnen; hab ich vor Jahren auch gemacht, aber eben leider nicht aufgeschrieben.


Bei den elektronisch geregelten Quadrajets, die eh mit einem niedrigen Schwimmerstand arbeiten, scheint mir die Genauigkeit allerdings sehr wichtig zu sein. Auf dem 307er Olds reagiert der Motorlauf im Standgas extrem auf kleinste Schwimmerstands-Höhenveränderungen.
Dem Main Metering System scheint das wurscht. Ab 1500 U/min nagelt das Magnetventil das Gemisch auf 14,6 eisern fest.
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Re: Verschiedene Fragen Rochester E4ME

Beitragvon bernds » Donnerstag 29. März 2018, 22:53

Moin Alex,
falls Du irgendwas findest, bin ich für jede Info dankbar.
Ich hab jetzt nicht zurückgeblättert ... für was für einen Motor ist Dein Rochester?
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Re: Verschiedene Fragen Rochester E4ME

Beitragvon hier-kommt-kurt » Freitag 30. März 2018, 08:26

Stimmt, ich hab es immer trocken eingestellt, weil die mitgelieferte Lehre durch das Loch im Airhorn nicht durchpasst. Allerdings auch schonmal *nass*, ist aber eine Patzerei, bei abgenommenem Airhorn muss man den Blechbügel des Schwimmers runterdrücken und der Kollege startet (Zündung abhängen, sonst wirds ungemütlich). Kann ich nicht zur Nachahmung empfehlen. Da lob ich mir das Schauglas bei denneueren Holleys.
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Beitragvon Alex.H » Freitag 30. März 2018, 09:30

bernds hat geschrieben:Moin Alex,
falls Du irgendwas findest, bin ich für jede Info dankbar.
Ich hab jetzt nicht zurückgeblättert ... für was für einen Motor ist Dein Rochester?


Ist der 305er SBC...

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Beitragvon Alex.H » Freitag 30. März 2018, 09:37

hier-kommt-kurt hat geschrieben:Stimmt, ich hab es immer trocken eingestellt, weil die mitgelieferte Lehre durch das Loch im Airhorn nicht durchpasst. Allerdings auch schonmal *nass*, ist aber eine Patzerei, bei abgenommenem Airhorn muss man den Blechbügel des Schwimmers runterdrücken und der Kollege startet (Zündung abhängen, sonst wirds ungemütlich). Kann ich nicht zur Nachahmung empfehlen. Da lob ich mir das Schauglas bei denneueren Holleys.



Ich hab für meine Motorräder einen Ständer mit einer 1 Liter Spritflasche. Da werde ich mir einen Adapteranschluss für bauen und dann auf meiner kleinen mobilen Werkbank das ganze draußen zur Dichtigkeitsprüfung stehen lassen. Die Flasche hängt dann ca. 1m höher, was ja ungefähr 0,1 Bar entsprechen sollte. Da kann ich dann auch den Schwimmerstand bei prüfen.

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Beitragvon bernds » Freitag 30. März 2018, 22:36

bernds hat geschrieben:Mich interesssiert aber der Abstand/die Distanz vom Schwimmer bis Oberkante Airhorn, dort wo man das Messtäbchen reinsteckt um bei laufendem Motor den Schwimmerstand zu kontrollieren. Hast Du das Maß?


Soodele, hat mich nicht losgelassen und habe es deshalb heute nochmals vermessen:
- Höhe (Dicke) Airhorn durch den internal vent slot: 39,5 mm
plus
- Dicke/Stärke der (zusammengedrückten) eingebauten Dichtung: ca. 0,8 mm
plus
- Abstand von der float bowl Oberkante für den 307er Olds '88: 8,73 mm (11/32 ")
macht zusammen
- Sollmaß 49 mm
zulässige Toleranz +/- knapp 1,6mm, ergibt
- zulässigerArbeitsbereich 47,4 mm bis 50,6 mm

Wohlgemerkt in meinem Fall nur für den LV2 Bj. 88

:| Ich habe "at idle" schon fast 53mm (trocken auf 11/32" justiert) ...... könnte meine Leerlaufprobleme erklären, Mist.
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Re: Verschiedene Fragen Rochester E4ME

Beitragvon Alex.H » Samstag 31. März 2018, 08:20

Denk aber jetzt nicht falsch rum! Du hast jetzt 4mm zu wenig. Das heißt, Dein Stand ist zu niedrig. Ich glaube aber eigentlich nicht, daß sich das im Leerlauf auswirkt, wo Du eh nicht soviel brauchst. Beim Beschleunigen oder bei hoher Last, klar, da ja.

Was für Leerlaufprobleme hast Du denn?

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Re: Verschiedene Fragen Rochester E4ME

Beitragvon bernds » Samstag 31. März 2018, 12:43

Nene, sehe ich schon richtig. Der Schwimmerstand ist jetzt zu niedrig.
Und das spiegelt sich auch in den Werten wieder. Sowohl der Abgastester als auch die AFR-Anzeige die ich verbaut habe, zeigen unter 1000 U/min Werte von über 17 an. Da gibt es erste Zündaussetzer und das ECM versucht mittels ILC ein Absterben zu verhindern.
Das macht die Sache aber nicht unbedingt besser, weil, wenn die Drosselklappe vom ILC geöffnet wird, sackt ja auch der Unterdruck an der Auslassbohrung des Leerlaufsprits runter und es wird erst recht kein Sprit angesaugt.

Ich bin der Meinung, dass ein zu niedriger ASchwimmerstand gerade im Leerlauf starke Auswirkung haben kann. Das Benzin muß ja durch die "idle tube" erstmal ca. 10mm nach oben gesaugt werden um dann abwärts in den Kanal zur Regulierschraube zu fliessen. Die idletubes sind ja eh schon ein Problempunkt. Wenn die Saughöhe nun nochmal mehr als ein Drittel steigt, kann es eng werden mit der Spritversorgung im Standgas.
Zumindest meine 5 cent.


Ach ja, Problem oben schon beschrieben. - Könnte natürlich auch sein, dass ich intern eine Undichtigkeit zwischen Bowl und Airhorn habe, so das er im Leerlauf statt Benzin auch Falschluft zieht ..... Glaube ich aber echt nicht dran.
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Beitragvon Alex.H » Samstag 31. März 2018, 18:28

Die Idle Tubes sind doch zwei von den vier dünnen Messingröhrchen, die aus dem Air Horn in die Schwimmerkammer ragen, oder? Saugen die nicht knapp über dem Boden an?

Hast Du mal mit dem Schließwinkeltester das Signal am MCS gemessen? Das müsste doch theoretisch versuchen anzufetten, oder?

Ich hab noch keine Zeit gehabt, meine Unterlagen zu sichten, ob ich noch irgendwo Werte stehen hab.Ich bin die ganze Zeit auf Achse gewesen.

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Beitragvon bernds » Samstag 31. März 2018, 20:02

Alex.H hat geschrieben:Die Idle Tubes sind doch zwei von den vier dünnen Messingröhrchen, die aus dem Air Horn in die Schwimmerkammer ragen, oder? Saugen die nicht knapp über dem Boden an?
Die reichen zwar fast bis zum Boden der Schwimmerkammer herunter, aber der Benzinlevel in den Röhrchen ist natürlich genauso hoch wie im Rest der Kammer.



Alex.H hat geschrieben:Hast Du mal mit dem Schließwinkeltester das Signal am MCS gemessen? Das müsste doch theoretisch versuchen anzufetten, oder?
Ist das erste was ich annklemme und ist ebenfalls bis 1000 U/min mit Werten unter 5° völlig out of range, sprich viel zu mager.
Wird erst bei knapp 3000 U/min halbwegs normal (ca. 35) und auch den Drehzahlabfall beim ersten Performance check macht er nicht wirklich. Wieder ein Hinweis auf zu magere Mischung.

Alex.H hat geschrieben:Ich hab noch keine Zeit gehabt, meine Unterlagen zu sichten, ob ich noch irgendwo Werte stehen hab.Ich bin die ganze Zeit auf Achse gewesen.
Der Schwimmerstand und die Magnetventilgrundeinstellung sind die gleiceh wie bei mir.
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Beitragvon Alex.H » Sonntag 1. April 2018, 12:49

Moin!

Pui... 5°??? Das ist wirklich mager.

Aber dann wäre doch Dein Grundproblem eher, daß da was zu fett läuft und das MSC versucht abzumagern. Wo stehen denn Deine Leerlaufgemischschrauben und wie ist das Air Bleed Valve eingestellt?

Hmm., Deine "Check Engine-Lampe" wird ja wohl nicht an sein, aber vielleicht versuchst Du trotzdem mal, den Fehlerspeicher auszulesen?

Vielleicht hat ja Dein TPS oder die Lambda-Sonde ne Macke?

Gruß, Alex

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Beitragvon bernds » Sonntag 1. April 2018, 15:21

Alex.H hat geschrieben:Aber dann wäre doch Dein Grundproblem eher, daß da was zu fett läuft und das MSC versucht abzumagern.

Umgekehrt. 5° Dwell bedeutet unter 10% Einschaltzeit des Magnetventils; folglich sind die die Düsenstöcke zu über 90% der Zeit voll geöffnet sprich das PCM versucht, das Gemisch fetter zu machen.

Lambdasonde ist neu und arbeitet laut der 2. Kontrollsonde und dem Abgastester einwandfrei. Gleiches gilt für den TPS.


Habe übrigens heute mal den Vergaser statisch mit Benzindruck beaufschlagt und mußte verdutzt feststellen, dass es dem Schwimmerstand herzlich egal ist, ob der Druck 0,1 oder 0,5 bar ist. Hätte ich so nicht gedacht.
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Beitragvon Alex.H » Sonntag 1. April 2018, 16:08

:shock: Stimmt, wollte ich grad korrigieren. Hab auch noch mal ins Buch geschaut und erschreckt festgestellt, daß ich's verdreht hab.

Also bleibt vielleicht aber noch zu mager eingestellte Leerlaufgemischschrauben...

Das mit dem Spritdruck ist aber eigentlich klar. Aus dem Moppedbereich kenne ich das, das Vergasersysteme einen Druck bis maximal knapp 0,8-0,9 Bar ab können, darüber kann es passieren, daß das Schwimmernadelventil schlapp macht.

Deswegen haben die elektrischen Benzinpumpen für Vergaser nur irgendwas um maximal 0,5 Bar, die meisten noch weniger. Also dürfte sich in dem Bereich da noch nichts ändern.

Gruß, Alex

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