AMC Eagle Vergaser

Du beißt dir schon längere Zeit die Zähne an einem Problemchen aus?
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Richard_AMC
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AMC Eagle Vergaser

Beitragvon Richard_AMC » Sonntag 11. März 2018, 17:10

Hallo liebe leute.
Mein Name ist Richard und komme aus Graz.
Ich beiß mir schon seit geraumer zeit die Zähne an meinem Vergaser aus da er einfach nicht richtig laufen will.
Es handelt sich um einen Model BBD 2 Barrel Venturi Vergaser aus einem 4,2L AMC Eagle, der gleiche Motor wie im CJ7.

Der motor macht Folgendes:
Unrunder lauf im stand so wie bei mittlerem Gas, der Motor selber schüttelt sich ein wenig aber aus dem auspuff ist ein gleichmäßiges brummen zu hören als würden alle Töpfe laufen, wenn ich mit eingelegtem Gang (automatik) einen Gasstoß gebe Stirbt er danach ab da er sich anscheinend nicht so schnell im Standgas fangen kann.

Ich hab ihm neue zündkerzen verpasst und die Kompression auf allen Töpfen liegt bei 7 Bar.
Seltsamer weiße hat er immer wieder einige sekunden im Leehrlauf wo er kurz rund läuft aber dann sofort wieder schüttelt.
Das Vacuumsystem besteht nur aus Bremskraftverstärker der dicht is, Switsh on the Fly und der zündverstellung die ebenso funktioniert und mit der pistole eingestellt wurde.
Ich schließ aber nicht aus das er womöglich falschluft zieht irgendwo, auch wenn ich nicht begreife wo das sein könnte.

Hoffe irgendjemand kann was damit anfangen, ich bin am ende mit meinem latein.

Alex.H
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Re: AMC Eagle Vergaser

Beitragvon Alex.H » Sonntag 11. März 2018, 20:46

Hmm... Wurde an dem Vergaser überhaupt schon mal was gemacht? Mal gereinigt, ein Rep-Satz verbaut?

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Re: AMC Eagle Vergaser

Beitragvon hier-kommt-kurt » Sonntag 11. März 2018, 21:39

Wie hast die 7 Bar gemessen? Das ist ziemlich wenig.
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Re: AMC Eagle Vergaser

Beitragvon Richard_AMC » Montag 12. März 2018, 16:47

Hab den Vergaser zerlegt, in ein ultraschallbad gelegt und mit einem rebuildkit neu aufgebaut, hat sich aber nix geändert.
Hab den Vergaser seit dem noch 2x außeinander genommen um zu sehn ob ich vllt was falsch zusammen gebaut hab oder noch wo was verstopft war, hab aber nichts gefunden.

Die 7 Bar hab ich mit einem Kompressionsmesser gemessen, kerze raus, messer rein und paar mal mit starter drehn lassen,
war sehr gleichmäßig auf allen 6 töpfen.
Komression is bei dem 1:8.2 auch wenn man damit die bar nicht ausrechnen kann.

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AMC Eagle Vergaser

Beitragvon hier-kommt-kurt » Montag 12. März 2018, 18:34

Ja es ist wichtiger eine gleichmässige Kompression auf allen Töpfen zu haben als den absoluten Wert. Die Reihenfolge (oldschool) in solchen Fällen wäre:
1.Kompression - hast du schon. Damit kannst die Steuerkette, Ventiltrieb etc. mal abhaken.
2.Zündung: Finger/Kappe säubern, Kabel durchmessen, Widerstand bei Kohlefaser ca. 3 - 5 kOhm, bei Kupfer nahezu null. Kerzen hast schon neu.
3.Benzinpumpe/Fördermenge: Leitung abbauen und in ein Gefäss hängen, starten oder auch nur mit Starter durchdrehen: Sichtprüfung
4.Vergaser hast ja schon. Den Spritfilter hast angeschaut?
Dann gibts nur so eigenartige Dinge wie Tankentlüftung, die kann verstopft sein (Aktivkohlebehälter). Unterdruck-Zündverstellung passt/ist dicht?
5.Unterdruck-Leck auch bei Ansaugtrakt-Dichtung am Kopf möglich. Mal bei laufendem Motor (sparsam) Bremsenreiniger dran.

Es wären noch Dinge möglich, an die man nicht denkt: ausgeschlagene Verteilerwelle oder Hydrostössel, die ihre Arbeit nicht richtig versehen. Grundeinstellung nach langer Laufleistung kann nicht mehr optimal sein. Wenn ein Ventil nicht richtig schliesst, hat das ähnliche Auswirkungen.
Test: schliess mal bei laufendem Motor ein Unterdruck-Messgerät an. Falls der Motor-Unterdruck zu wenig ist, macht die Anreicherung im Vergaser auf und das Gemisch wird zu fett .... Wenn die Nadel zittert, hat der Ventiltrieb was, wenn sie langsam wandert (das könnte bei dir der Fall sein), passt das Gemisch/Unterdruck nicht .... viele Möglichkeiten.
Ladet die Lichtmaschine ordentlich? Eine elektronische Zündung braucht volle Spannung, sonst macht sie nicht richtig.
Ich würd mal alles der Reihe nach ausschliessen, halt uns auf dem laufenden.
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Re: AMC Eagle Vergaser

Beitragvon Richard_AMC » Dienstag 13. März 2018, 19:40

Also, das Vacuumverhalten ist absolut gleichmäßig bei ca -0,6bar im Standgas.
Benzin fließt jede mänge, zündkabel haben alle um die 0,9-1,3 kOhm die schwankung is vermutlich wegen kontakt zum multimeter.
was aber plötzlich passiert ist: es kam schon vorher etwas öl aus dem ventil deckel, aber auf einmal floss es regelrecht und zwar sehr dünn, vermutlich mit kühlwasser vermischt, was mich jetzt ein wenig ärgert da ich die kopfdichtung erst neu gegeben habe, aber anscheinend ist sie wieder tot, das würde auch zu dem symtom von gerade vorhin passen das der Motor beim starten bei einer umdrehung so tun würde als würde er stecken, da ist wohl wasser in den zylinder gelaufen, das würde auch erklären warum er so sch*** läuft.
Warum aber die kompression auf allentöpfen dann einigermaßen passt weiß ich nicht, aber es heißt dann wohl komplett zerlegen und neue dichtung rein...
MfG
Richard

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Re: AMC Eagle Vergaser

Beitragvon hier-kommt-kurt » Mittwoch 14. März 2018, 08:26

Schaut nach Wasserschlag aus, wie Du richtig vermutest. Zerlegen, bevor mehr kaputtgeht. Lass nicht nur den Kopf planen, auch die Deckkante vom Block muss angeschaut werden, und nimm neue Kopfschrauben. Wenn an der Dichtung kein Fehler erkennbar ist, lass den Kopf abdrücken, kann auch ein Stegriss (den würdest sehen) oder ein Riss weiter innen (erst Ventile ausbauen) sein.
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Beitragvon Richard_AMC » Freitag 23. März 2018, 15:57

Hab heute den Kopf runter genommen, davor hab ich aber die Kipphebel entfernt damit alle Ventile zu sind und den Motor drehen versucht.
Das Ergebnis war das es aus den Auslassventilen raus gepustet hat, schließen also nicht mehr richtig.
zu meiner Überraschung und Erleichterung war die Kopf Dichtung wie neu und kein Tropfen Wasser in den Brennräumen.
Die Ventile werde ich neu einschleifen und alles andere bei geben, dann sollte er wieder laufen, ich denke mal das er wegen der Ventile so schlecht lief.

Hab auch mit einem Motor Bauer gesprochen, er meinte die 115 nm wären viel zu viel für die 7/16 Schrauben der Härte 8.8 und ich hab wohl die Angaben für die 1/2 Zoll erwischt.
Da ich die Schrauben die ich brauche Nichte finde meinte er ich soll einfach Gewindestangen der Härte 10.9 als stehbolzen verwenden und die dann mit max 90 nm anziehen.

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Re: AMC Eagle Vergaser

Beitragvon hier-kommt-kurt » Freitag 23. März 2018, 23:51

Oje, lass das mit den Gewindestangen gut sein. Die beste Methode, Kopfschrauben anzuziehen, geht über die Dehnung, nicht über das Drehmoment. Weil man das aber als Hobbyschrauber schlecht messen kann, gibt es diese Nm oder lbs Angaben.
Wenn man die Schrauben ein paarmal verwendet hast (weisst du aber nicht), ist die Dehnung schon passiert und entweder hält dann das ganze nicht lang, oder, schlimmer, eine Schraube kann auch abreissen. Zudem kommt es auch drauf an, ob man das Gewinde mit Öl schmiert oder mit Molydbän-Paste gängig hält. Sogar unter den Schraubenkopf gehört Schmiere, sonst passt das nicht richtig. Und: natürlich gibt es nach DIN je nach Festigkeit der Schraube ein gewisses maximales Anzugsmoment, aber das Gewinde im Block muss das auch verkraften. Wennst das Gewinde beleidigst, wird es teuer.
Lass dir auch die Ventilführungen anschauen und ob vielleicht einige Ventile verbogen sind. Wenn die Ventile nicht richtig schliessen, kann das auch einFehler im Ventiltrieb sein - hydraulische Ausgleichselemente haben manchmal den Drang, sich aufzupumpen.
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Re: AMC Eagle Vergaser

Beitragvon schrauber30 » Samstag 24. März 2018, 00:16

In guten Büchern steht dabei ob das Drehmoment der Schrauben trocken oder geschmiert (lub. torque, lub für lubricated) gemeint ist. Die Auswirkungen bzw. der Unterschied wird oft unterschätzt.
Als Beispiel:
https://www.engineeringtoolbox.com/torq ... _1693.html
Des weiteren gelten alle Angaben wie Längen, Spiel, Durchmesser usw bei +20 C Temperatur sofern nichts anders angegeben ist.
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Jeden letzten Freitag in den Monaten April bis September ab 19 Uhr

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Beitragvon Richard_AMC » Samstag 24. März 2018, 10:44

Die Kopfschrauben von dem Motor sind Keine Dehnschrauben vom Werk aus ich sollte die Gewindestangen nehmen können da sie ausschlieslich mit Drehmoment angezogen werden bei dem Motor, und da im Buch steht 115nm und keine Grade, werden die von dem empfohlene 90nm auch nichts machen.
Und wenn die 90nm für einen Caterpiller 4,6L Diesel mit 1500nm reichen wird das für meinen 4,2 Benziner mit 300nm leistung auch reichen?

Im Original Service Manual steht das die Gewinde absolut sauber und Ölfrei sein müssen.
Auf den Ventilfederspanner muss ich noch ne weile warten der kommt erst nächste Woche.
Im block hab ich keine Schäden oder risse gefunden, Laut Haarlineal ist er auch noch komplett Plan.

Ich Fahr mit dem Kopf zu dem Motorenbauer hin damit er sich den ansieht, wenn der sagt das geht so dann sollte das schon sein der is ja schlieslich kein Hobby Schrauber.

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Re: AMC Eagle Vergaser

Beitragvon hier-kommt-kurt » Samstag 24. März 2018, 22:00

Na dann mach mal. Ich klink mich aus. Erzähl dann bitte, wo der Fehler war, weil jetzt schauts ja so aus als ob es keinen Fehler gäbe.
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