Verschiedene Fragen Rochester E4ME

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Alex.H
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Verschiedene Fragen Rochester E4ME

Beitragvon Alex.H » Donnerstag 14. Juni 2018, 22:00

Heute hab ich noch mal versucht, den Dwell einzustellen.

Ich hab festgestellt, daß die 36° wohl der Festwert im "open Loop" war. Ist, egal, was ich gemacht hab, unverändert geblieben. Komischerweise war der Motor eigentlich schon warm ( ca. eine Stunde Standzeit ) und dann noch ca. 10 Km Fahrstrecke. Jedenfalls hat er mittenim Messvorgang angefangen, dann den Wert zu ändern, also in den "close Loop ) zu gehen. Allerdings ist er dann auf 2 -4° gefallen. Also so richtig schön fett.

Ich hab dann die Lambdasonde abgeklemmt, und der Dwell ist kurzzeitig auf 27° gegangen.

Jetzt gibt es also mehrere Möglichkeiten:

- der TPS suggeriert, daß Vollgas ist
- irgendwo zieht der Vergaser Nebenluft und die Lambdasonde regelt nach
- die neue Lambdasonde ist für'n Ar***

Allerdings magert die Steuerung ab, wenn ich die Ansaugöffnung zuhalte.
Boah, irgendwie hab ich noch einen langen Weg vor mir...

Wenn ich eine Idee hab, wie ich die neue Sonde raus bekomme ( mangels Platz für Werkzeug ), dann machevich dievalte noch mal rein.

Trotzdem merkwürdig, daß die Steuerung so lange im "open Loop" läuft. Vielleicht liegt das an der fehlenden Sondenheizung.


Gruß, Alex

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Re: Verschiedene Fragen Rochester E4ME

Beitragvon bernds » Freitag 15. Juni 2018, 08:51

HAAALT Stop!!!

Du denkst genau falsch herum. Ein Dwell von unter 5° bedeutet, dass das, was die Lambdasonde mißt, viel zu mager ist!

Ich schreibe bewußt nicht, dass das Gemisch zu mager ist, denn das weiß man ja nicht; es kann auch Nebenluft im Spiel sein.
Kann aber auch gut sein, dass die Grundeinstellung der Primarydüsen tasächlich zu mager ist. Was davon, mußt Du selbst herausfinden

Ok, Lambdasonde ist auch gut möglich, da sie ja offensichtlich spät aktiv wird. Wenn dann auch noch die Sondenspannung zu gering ist, warum auch immer, "denkt" das Steuergerät natürlich, das Gemisch wäre zu mager.



- Wenn die Sonde heil ist und auch alles dicht ist, dann bedeutet ein kleiner Dwell-Wert eine geringe Bestromung (kurze Impulse) des MCS. Folge die Nadeln bleiben lange oben und das Gemisch wird fetter.
- Ein zahlenmäßig hoher Dwellwert bedeutet lange Stromimpulse an das MCS. Folge: die Düsennadeln bleiben lange unten und damit die Düsen fast geschlossen; das Gemisch wird somit magerer.
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Beitragvon Alex.H » Freitag 15. Juni 2018, 10:05

Ach so, ja... aber das meinte ich. Die Sonde misst zu mager, und dadurch wird das Gemisch angefettet.
Genau, kleiner Dwell -> wenige Impulse an das MSC -> fetteres Gemisch...

Also noch mal alles abarbeiten... :?

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Beitragvon Kapitänkurtl » Freitag 15. Juni 2018, 16:17

Leute der Regel Kreis bei dem Motor kommt relativ spät erst zum Tragen.
Es kann sogar passieren wenn er länger am Stand läuft das er in den Open loop geht.
Grund ist das die lambda nicht beheizt ist und relativ weit weg vom Motor ist.
Also vorm messen auf jeden fall Mund 3minuten bei betriebstemperatur mit ca 2000 u/min laufen lassen dann erst erreicht er die werte.

Soweit ich mich erinnern kann ist niedrige dwell Anzeige fettes Gemisch!
Das dwell misst die Signale vom Steuer gerät
Wenn das stg wenig regelt ist er fetter.

Ohne signal werden die teillastnadeln durch die federn aus den hauptdüsen gezogen und gibt fettes Gemisch.
Je mehr Signal vom stg kommt desto mehr n die nadeln reingezogen vom mcs und er magert ab.

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Beitragvon Alex.H » Freitag 15. Juni 2018, 19:32

Spannend... war grad draußen "spielen". :)
Tatsächlich habe ich hinten einen losen Vakuumschlauch gefunden. Der von der hinteren Vakuum-Bremse ist wohl beim Luftfilterkastenabbau mal rausgerutscht.

Wann? Keine Ahnung...

Dummerweise war es das aber nicht wirklich. Also klar, der Fehler ist weg, das Steuergerät regelt schön um die 30° herum.
Nur, lässt sich der Fehler durch erneutes Abziehen nicht reproduzieren. Der Vergaser zieht zwar durch das dünnen Röhrchen, was da drin sitzt, etwas Nebenluft, nur am Dwell ändert sich nicht groß was.

Spannend...

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Beitragvon bernds » Sonntag 17. Juni 2018, 08:39

Kapitänkurtl hat geschrieben:Leute der Regel Kreis bei dem Motor kommt relativ spät erst zum Tragen. .... Grund ist das die lambda nicht beheizt ist und relativ weit weg vom Motor ist.
Das kommt aber auch ein wenig auf die verbaute Sonde an. Bei meinem 307er im Caprice (wie Deiner) erzeugt die Sonde schon nach ca. 2-3 Minuten nach dam Kaltstart genug Spannung und das Steuergerät geht in den CL. Das bleibt auch im Standgas so und steigt nicht wieder aus.





Kapitänkurtl hat geschrieben:Ohne signal werden die teillastnadeln durch die federn aus den hauptdüsen gezogen und gibt fettes Gemisch.
Je mehr Signal vom stg kommt desto mehr n die nadeln reingezogen vom mcs und er magert ab.
Das hab ich ja oben so geschrieben.
Das ist aber schon eine Reaktion des StG. Die Grundeinstellung ist bei geringen Dwell-Werten also zu mager! Und darum ging es bei Alex ja.
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Beitragvon bernds » Sonntag 17. Juni 2018, 10:03

Alex.H hat geschrieben:Tatsächlich habe ich hinten einen losen Vakuumschlauch gefunden.

Ich würde ein Nebenluftleck garnichtmal in solchen Bereichen suchen, weil Du ja zu recht einen zu hohen Benzinverbrauch bemängelst.

Du solltest zuersteinmal das Abgassystem genau kontrollieren. Oft liegt dort in solchen Fällen das Problem. - Das können von der Krümmerdichtung über Rohrflansche bis zum undichten Lamdasondengewinde alles Fehlerquellen sein. Auch Brückenintern kann etwas undicht sein.

Hast Du noch ein EGR? Oder ist das AIR-System noch verbaut? - Beides ebenfalls eine Fehlermöglichkeit für scheinbar zu niedrige Dwellwerte.

Gleiches gilt natürlich auch für die Zündung. Eine teilweise schlechte Verbrennung des Gemisches führt ebenfalls zu niedrigen Dwellwerten und einem hohen Verbrauch. Also auch auf der Seite genau kontrollieren.
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Beitragvon Alex.H » Montag 18. Juni 2018, 07:48

Moin!

Ja, ich kann mich nur Stück für Stück vorarbeiten.

Da wir den Motor ja raus hatten, war natürlich die Verbindung Krümmer-Hosenrohr auch offen. Die Ansaugspinne hab ich auch komplett neu gedichtet.
EGR ist noch verbaut und sollte auch funktionieren, wobei ich grad noch nicht weiß, WANN es da eigentlich arbeitet. AIR-System ist auch dran und macht, was es soll. Zumindest arbeitet es im "Open Loop" unhd bläst im "Closed Loop" in den Luftfilter.

Die Zündung hab ich, da wir ja Super 95 fahren, auf 10° vor OT gestellt. Fliehkraftregelung hab ich gängig gemacht, die war letztes Jahr noch fest.

Wie gesagt, am Freitag hat der Dwel gepasst. Allerdings ändert das nichts am Verbrauch. Gestern über die Landstraßen über 120 Km gemessen auch wieder 15L. / 100 Km gehabt. Und das ist dann nur 90 Km/h - Eierei gewesen.

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Beitragvon Alex.H » Dienstag 19. Juni 2018, 11:06

Ich hab vielleicht noch'n Fehler gefunden:

In einigen Anleitungen steht für den "Plunger-Travel" vom MCS das Maß 2/32 - 4/32 ( 1,587 - 3,175mm ) als Grundeinstellung, bei anderen dann 2/32 - 6/32 ( 4,762mm ).
Ich muss noch mal in meine Notizen gucken, aber ich glaube, ich hab beim Rich-Anschlag 06/32 eingestellt. Nun habe ich in meine Emails geschaut, die ich mit einem US-Amerikaner und ehemaligem GM-Schrauber ausgetauscht hab. Der schrieb auch 04/32 Travel und bei 1500-2500 Umdr. dann einen Dwell von 40-45°...

Ob das auch ein Problem ist? Ist ja immerhin schon deutlich mehr möglicher Öffnungshub...

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