Ja, ganz recht - da wackelt einem der Schädel.
Fakt ist, etwas Besseres kommt für mich persönlich
nicht nach, bin dahingehend auch etwas "amtsmüde".
Ich habe mir mit dem P71 2007 einen Traum erfüllt
und ihn über knapp 2 Jahrzehnte hinweg liebevoll
behandelt bzw. optimiert. Die damit verbundenen
Erlebnisse, Stories und Videoclips sind in mir
fest verankert.
Der beste Wagen, den ich je hatte.
Ich bin nicht willens, nochmals so ein Projekt von
Null zu beginnen, dies würde in weiterer Folge
bedeuten, dass mit einem Verkauf die ganze
Sache ein für alle mal erledigt wäre.
Nur der Crown Vic ist für mich das einzig wahre
Police Car, eine Ikone, wie sie auch in den
diversen Drehbüchern steht. Ohne diesen bin
ich´s ganz einfach net.
Zum Glück hat sich mein österreichischer Mech
zwischenzeitlich an seinem eigenen Projekt
(Restauration Chevy Pickup) im Schweißen in
Eigenregie weitergebildet.
Somit ist er in der Lage, den Ford wieder so
in Stand zu setzen, dass Rost am Rahmen in den
nächsten 10+ Jahren kein Thema mehr sein sollte.
Den Winterbetrieb spare ich mir ohnehin seit
2022, der gegenwärtige Zustand ist die Quittung
für die salzigen Wintereinsätze als Daily Driver.
Dabei war ursprünglich überhaupt kein Rostschutz
am Fahrzeug vorhanden, da der Ford für
Patrouillenfahrten der California Highway Patrol
bestimmt war.
In 3 Jahren 160.000 Kilometer, dann wurde er
ausgemustert. Ich selbst habe knapp 200.000
damit abgespult.
Ein Getriebeschaden bei 215.000 km und eine
komplett neue Borla-Auspuffanlage aus den U.S.
waren bis jetzt die aufwändigsten Investitionen.
OK. Nützt ja nichts, der Ford muss jetzt
geschweißt und wieder auf Vordermann
gebracht werden. Die Arbeiten sind sehr
aufwendig und bis Mitte September projektiert.
Dabei kann ich hier noch froh sein, dass ich
da jetzt jemanden überhaupt zur Verfügung habe.
Wird diesmal leider nicht billig, aber da Babenhausen
z. Z. mit Akutfällen beschäftigt ist, wird die
Getriebesache mit dem Revcon noch dauern.
Da ist zum Glück wirklich gerade Pause angesagt,
mein lieber Roland.
Ich sehe die Revcon-Geschichte für heuer mittlerweile
als Herbst bzw. Winterprojekt. Schweden 2027 - da
muss der Revcon dann wirklich liefern.
Also werden notgedrungen die rund 4.000 km in den
nächsten Wochen mit dem GMC fröhlich in Angriff
genommen. So wie letztes Jahr. Backup-Plan.
Dabei gibt es jedoch auch einen großen Wermutstropfen:
Der Sun Visior mit seinen tollen, seitlich weißen und
mittig gelben Lights ist Geschichte, dieser wies
bereits mehrfache, seitliche Sprünge auf.
8 Jahre war der Visor verbaut, beim Sturm zu Ostern ist
er endgültig mittig gerissen. Diesen haben wir abgebaut.
Die beleuchtete Silhouette nächtens ist nun eine andere.
Passender Ersatz ist nicht mehr aufzutreiben, eine
Neuanfertigung angesichts meiner gegenwärtigen
U.S.-Car-Budgetlage unmöglich.
Die auf der Hand liegende Ersatzlösung kam nicht in
Frage:
Wir haben es einfach nicht über das Herz gebracht,
insgesamt 15 Löcher für die Lights, die vorher auf dem
Sun Visor montiert waren, oben ins Hochdach zu bohren.
Vor etwaigen Undichtheiten danach hätte mir unheimlich gegraust.
Ansonsten ist beim GMC alles in Ordnung, zunächst habe ich
geglaubt, dass die AC im Eimer ist, die Kühlwirkung war nach
4 Stunden Parken in der prallen Sonne nach 30 min Fahrt
immer noch mau.
Die damalige, hitzige Stehzeit wird wohl der Grund gewesen sein,
denn letztens bei einer 200 km Fahrt kühlte sie wieder eiskalt.
Das habe ich auch beim Crown Vic schon mal bemerkt, dass die
Klima immer nach langer Stehzeit in der TG oder Nichtbenutzung
ein paar Fahrten mit Betrieb benötigt, um danach wieder die volle
Leistung zu entfalten.
Die AC beim Safari hat meine Aufmerksamkeit gleich beim
Kauf eingefordert, ein neuer Klimakompressor um rund 250
Euro inklusive Fracht und Importkosten, sowie ein neuer
Ventilanschluss 2024 lösten das Problem der damals
aufgetretenen Undichtheiten.
Ich habe überhaupt kein Verständnis für abgezwickte
Klimaanlagen, besonders bei 35.000,--+ Fahrzeugen,
solche U.S. Cars kämen für mich nie in Frage!
So etwas gehört einfach restauriert, Punkt!
Bei unserem GMC Safari heißt es ebenfalls Erhalten bzw. Weiterfahren.
Meine lückenlosen Aufzeichnungen über alle Defekte bzw.
Reparaturarbeiten, samt Ersatzteilbelege mit Meilenständen bei
Auftreten seit anno 2016, geben mir die notwendige mentale
Sicherheit, um mit einem 29jährigen Fahrzeug vollbepackt
familiär quer durch Europa unterwegs zu sein.
Sicher, es klappert und rappelt fallweise, auch knistert´s
manchmal im (Hochdach-) Gebälk, aber alle notwendigen
Goodies funken, die jetzt 300.000+ Laufleistung kann laut
einschlägiger Foren bei guter Wartung auf über 500.000
ausgedehnt werden und der Bequemlichkeitsfaktor auf
Langstrecken ist unübertroffen. Der agile 4,3 V6 Vortec
sorgt dafür, dass unser GMC auf der Autobahn und beim
Überholen auf der Landstraße sicher kein dahinkriechender
Westfalia-Camper ist.
Auch hierbei müsste ich bei einem Wechsel auf einen anderen
U.S. Van wieder bei Null beginnen. Ich mag eigentlich nimma.
Zu dem kommt, dass preislich relevante U.S. Conversion Vans
mit Doppelairbag (Vorgabe meiner besseren Hälfte) und einer
Laufleistung von deutlich unter 200.000 km im Grunde (in Ö)
überhaupt nicht mehr zu finden sind.