Oweh - VW
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Volkswagen und Rivian: Milliardenrisiko bei Elektroauto-Allianz
Die Partnerschaft zwischen dem deutschen Automobilhersteller Volkswagen und dem US-amerikanischen Elektroauto-Hersteller Rivian nimmt weiter an Fahrt auf – doch zwischen technologischem Fortschritt und milliardenschwerem Risiko bleibt die Lage ambivalent. Das zeigen aktuelle Berichte der Nachrichtenagentur Reuters und Spiegel online.
Nach Angaben von Reuters hat das gemeinsame Software-Projekt beider Unternehmen zuletzt eine wichtige Hürde genommen: Wintertests mit ersten Fahrzeugen auf Basis der neuen Architektur wurden demnach erfolgreich abgeschlossen. Damit rückt die nächste Tranche aus dem bis zu 5,8 Milliarden US-Dollar (5,1 Milliarden Euro) schweren Gesamtpaket näher – allein rund eine Milliarde US-Dollar (870 Millionen Euro) ist an solche technischen Meilensteine geknüpft. Ziel der Allianz ist es, eine neue, einheitliche Software- und Elektronikplattform zu entwickeln, die künftig konzernweit zum Einsatz kommen soll – von Volumenmodellen bis hin zu Premiummarken wie Audi.
Für Volkswagen ist die Kooperation ein zentraler Baustein im Umbau hin zum softwaredefinierten Elektroauto – nicht zuletzt, weil die hauseigene Softwaretochter Cariad in den vergangenen Jahren immer wieder mit Verzögerungen und Problemen zu kämpfen hatte. Rivian bringt hier seine Expertise in einer sogenannten zonalen Architektur ein, die Steuergeräte bündelt, Komplexität reduziert und Kosten senken soll.
Drohen Kosten zu explodieren?
Doch während operativ Fortschritte erzielt werden, zeichnet der Spiegel ein deutlich kritischeres Bild der Allianz. Demnach könnte das Engagement für Volkswagen deutlich teurer werden als bislang angenommen. Interne Berechnungen und Schätzungen gehen davon aus, dass allein 2026 rund 2,3 Milliarden Euro (2 Milliarden Euro) in die Partnerschaft fließen könnten. Zudem soll VW einen Großteil der laufenden Kosten des gemeinsamen Entwicklungszentrums tragen – laut Spiegel bis zu 75 Prozent. Dem Artikel zufolge profitiert bislang einzig Rivian von diesem Deal, während VW nach der teuren Saat darauf hofft, irgendwann mal etwas ernten zu können.
Damit wird die Kooperation zunehmend auch zu einer finanziellen Belastungsprobe. Schon heute fehle es an Transparenz über die tatsächlichen Kostenstrukturen des Joint Ventures. Gleichzeitig steht Volkswagen unter Druck, seine Softwareprobleme schnell in den Griff zu bekommen – auch im Wettbewerb mit digital stärker aufgestellten Herstellern wie Tesla oder BYD. Für den chinesischen Markt kooperiert VW darüber hinaus mit dem dort heimischen Hersteller Xpeng.
Quelle: https://www.elektroauto-news.net/news/v ... anz-risiko
Außerdem kann die teure Software laut dem Spiegel nicht für die geplanten Hybridmodelle von VW eingesetzt werden...
Die Partnerschaft zwischen dem deutschen Automobilhersteller Volkswagen und dem US-amerikanischen Elektroauto-Hersteller Rivian nimmt weiter an Fahrt auf – doch zwischen technologischem Fortschritt und milliardenschwerem Risiko bleibt die Lage ambivalent. Das zeigen aktuelle Berichte der Nachrichtenagentur Reuters und Spiegel online.
Nach Angaben von Reuters hat das gemeinsame Software-Projekt beider Unternehmen zuletzt eine wichtige Hürde genommen: Wintertests mit ersten Fahrzeugen auf Basis der neuen Architektur wurden demnach erfolgreich abgeschlossen. Damit rückt die nächste Tranche aus dem bis zu 5,8 Milliarden US-Dollar (5,1 Milliarden Euro) schweren Gesamtpaket näher – allein rund eine Milliarde US-Dollar (870 Millionen Euro) ist an solche technischen Meilensteine geknüpft. Ziel der Allianz ist es, eine neue, einheitliche Software- und Elektronikplattform zu entwickeln, die künftig konzernweit zum Einsatz kommen soll – von Volumenmodellen bis hin zu Premiummarken wie Audi.
Für Volkswagen ist die Kooperation ein zentraler Baustein im Umbau hin zum softwaredefinierten Elektroauto – nicht zuletzt, weil die hauseigene Softwaretochter Cariad in den vergangenen Jahren immer wieder mit Verzögerungen und Problemen zu kämpfen hatte. Rivian bringt hier seine Expertise in einer sogenannten zonalen Architektur ein, die Steuergeräte bündelt, Komplexität reduziert und Kosten senken soll.
Drohen Kosten zu explodieren?
Doch während operativ Fortschritte erzielt werden, zeichnet der Spiegel ein deutlich kritischeres Bild der Allianz. Demnach könnte das Engagement für Volkswagen deutlich teurer werden als bislang angenommen. Interne Berechnungen und Schätzungen gehen davon aus, dass allein 2026 rund 2,3 Milliarden Euro (2 Milliarden Euro) in die Partnerschaft fließen könnten. Zudem soll VW einen Großteil der laufenden Kosten des gemeinsamen Entwicklungszentrums tragen – laut Spiegel bis zu 75 Prozent. Dem Artikel zufolge profitiert bislang einzig Rivian von diesem Deal, während VW nach der teuren Saat darauf hofft, irgendwann mal etwas ernten zu können.
Damit wird die Kooperation zunehmend auch zu einer finanziellen Belastungsprobe. Schon heute fehle es an Transparenz über die tatsächlichen Kostenstrukturen des Joint Ventures. Gleichzeitig steht Volkswagen unter Druck, seine Softwareprobleme schnell in den Griff zu bekommen – auch im Wettbewerb mit digital stärker aufgestellten Herstellern wie Tesla oder BYD. Für den chinesischen Markt kooperiert VW darüber hinaus mit dem dort heimischen Hersteller Xpeng.
Quelle: https://www.elektroauto-news.net/news/v ... anz-risiko
Außerdem kann die teure Software laut dem Spiegel nicht für die geplanten Hybridmodelle von VW eingesetzt werden...
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Oweh - VW
Wolfsburg und Europa ade?
VW bringt erstes gemeinsames E-Modell mit Xpeng in Serie
In Hefei ist die Serienproduktion des ID.Unyx 08 angelaufen. Für Volkswagen ist das Modell mehr als ein neues Elektroauto für China. Der SUV soll zeigen, dass die „In China, für China“-Strategie des Konzerns tatsächlich Tempo, lokale Entwicklung und neue Elektronikarchitekturen in die Serie bringt.
Mit dem Anlauf des ID.Unyx 08 in Hefei setzt Volkswagen ein Signal, das weit über den Produktionsstart eines einzelnen Modells hinausgeht. Denn das neue Fahrzeug ist nicht nur das erste gemeinsam mit Xpeng entwickelte Auto der Marke Volkswagen. Es ist vor allem ein Belastungstest für jene Strategie, mit der der Konzern sein China-Geschäft nach Jahren des wachsenden Drucks neu aufstellen will. Genau das soll der ID.Unyx 08 nun verkörpern.
Laut Volkswagen wurde das vollelektrische Full-Size-SUV in nur 24 Monaten zur Serienreife gebracht. Produziert wird es bei Volkswagen Anhui in Hefei. Punkten soll das Fahrzeug mit einer 800-Volt-Ultraschnellladetechnologie, einem Level-2-Fahrerassistenzsystem sowie Over-the-Air-Updates. Volkswagen will in China nicht länger nur mit lokaler Präsenz argumentieren, sondern mit lokal entwickelter, digital anschlussfähiger Produktsubstanz.
CEO Oliver Blume spricht deshalb von einem sichtbaren Ergebnis der vor drei Jahren gestarteten China-Strategie. „Der ID.Unyx 08 ist der nächste eindrucksvolle Beweis dafür.“ Das Auto sei „in China für China entstanden“ – „mit deutscher Ingenieurskunst und lokaler Spitzentechnologie“. Gerade diese Formulierung zeigt, wie Volkswagen die Balance in China nun kommunikativ aufbaut: nicht als Abkehr von der eigenen Markenidentität, sondern als Verbindung von deutscher Entwicklungs-DNA und chinesischer Umsetzungsgeschwindigkeit.
Alle vierzehn Tage ein neues Fahrzeug
Noch deutlicher wird Ralf Brandstätter, Vorsitzender und CEO der Volkswagen Group China. Er nennt den Produktionsstart einen Beleg dafür, dass die „In China, für China“-Strategie liefere. Mit dem ID.Unyx 08 starte in China die größte Elektro-Offensive des Konzerns. Im Durchschnitt bringe Volkswagen in diesem Jahr alle zwei Wochen ein neues Fahrzeug auf die Straße. Brandstätter spricht dabei ausdrücklich vom „China Speed“. Der ID.Unyx 08 sei das erste Volkswagen-Modell einer neuen Generation smarter Elektrofahrzeuge, voll auf chinesische Kundenbedürfnisse zugeschnitten und in weniger als zwei Jahren lokal entwickelt.
Damit wird der ID.Unyx 08 strategisch aufgeladen. Er steht nicht isoliert, sondern markiert den Auftakt einer deutlich breiter angelegten Produktoffensive. Allein 2026 will Volkswagen in China mehr als 20 neue lokal entwickelte New-Energy-Vehicle (NEV) auf den Markt bringen. Bis 2030 sollen es insgesamt 50 neue NEV-Modelle werden. Der Produktionsstart in Hefei ist damit Teil eines deutlich größeren Programms, mit dem der Konzern im chinesischen Markt für New Energy Vehicles wieder aggressiver um Relevanz kämpfen will.
Kooperation mit Xpeng soll Entwicklungstempo deutlich erhöhen
Im Zentrum dieser Neuaufstellung steht nicht nur die Partnerschaft mit Xpeng, sondern auch der eigene Entwicklungsumbau in China. Die Wolfsburger setzen voll auf die 2023 geschlossene strategische Kooperation mit Xpeng, die auf skalierbare Produktentwicklung und technologische Innovation ausgerichtet ist. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit seien zwei vollelektrische Modelle entwickelt worden. Nach dem ID.Unyx 08 solle noch in diesem Jahr ein weiteres Volkswagen-Modell seine Marktpremiere feiern. He Xiaopeng, Chairman und CEO von Xpeng , spricht in der Mitteilung von einem „greifbaren Ergebnis“ der Zusammenarbeit und betont gegenseitiges Vertrauen sowie die Bündelung der jeweiligen Stärken.
Quelle: https://www.automobil-produktion.de/pro ... ie/2628520
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unter ... d034328667
VW bringt erstes gemeinsames E-Modell mit Xpeng in Serie
In Hefei ist die Serienproduktion des ID.Unyx 08 angelaufen. Für Volkswagen ist das Modell mehr als ein neues Elektroauto für China. Der SUV soll zeigen, dass die „In China, für China“-Strategie des Konzerns tatsächlich Tempo, lokale Entwicklung und neue Elektronikarchitekturen in die Serie bringt.
Mit dem Anlauf des ID.Unyx 08 in Hefei setzt Volkswagen ein Signal, das weit über den Produktionsstart eines einzelnen Modells hinausgeht. Denn das neue Fahrzeug ist nicht nur das erste gemeinsam mit Xpeng entwickelte Auto der Marke Volkswagen. Es ist vor allem ein Belastungstest für jene Strategie, mit der der Konzern sein China-Geschäft nach Jahren des wachsenden Drucks neu aufstellen will. Genau das soll der ID.Unyx 08 nun verkörpern.
Laut Volkswagen wurde das vollelektrische Full-Size-SUV in nur 24 Monaten zur Serienreife gebracht. Produziert wird es bei Volkswagen Anhui in Hefei. Punkten soll das Fahrzeug mit einer 800-Volt-Ultraschnellladetechnologie, einem Level-2-Fahrerassistenzsystem sowie Over-the-Air-Updates. Volkswagen will in China nicht länger nur mit lokaler Präsenz argumentieren, sondern mit lokal entwickelter, digital anschlussfähiger Produktsubstanz.
CEO Oliver Blume spricht deshalb von einem sichtbaren Ergebnis der vor drei Jahren gestarteten China-Strategie. „Der ID.Unyx 08 ist der nächste eindrucksvolle Beweis dafür.“ Das Auto sei „in China für China entstanden“ – „mit deutscher Ingenieurskunst und lokaler Spitzentechnologie“. Gerade diese Formulierung zeigt, wie Volkswagen die Balance in China nun kommunikativ aufbaut: nicht als Abkehr von der eigenen Markenidentität, sondern als Verbindung von deutscher Entwicklungs-DNA und chinesischer Umsetzungsgeschwindigkeit.
Alle vierzehn Tage ein neues Fahrzeug
Noch deutlicher wird Ralf Brandstätter, Vorsitzender und CEO der Volkswagen Group China. Er nennt den Produktionsstart einen Beleg dafür, dass die „In China, für China“-Strategie liefere. Mit dem ID.Unyx 08 starte in China die größte Elektro-Offensive des Konzerns. Im Durchschnitt bringe Volkswagen in diesem Jahr alle zwei Wochen ein neues Fahrzeug auf die Straße. Brandstätter spricht dabei ausdrücklich vom „China Speed“. Der ID.Unyx 08 sei das erste Volkswagen-Modell einer neuen Generation smarter Elektrofahrzeuge, voll auf chinesische Kundenbedürfnisse zugeschnitten und in weniger als zwei Jahren lokal entwickelt.
Damit wird der ID.Unyx 08 strategisch aufgeladen. Er steht nicht isoliert, sondern markiert den Auftakt einer deutlich breiter angelegten Produktoffensive. Allein 2026 will Volkswagen in China mehr als 20 neue lokal entwickelte New-Energy-Vehicle (NEV) auf den Markt bringen. Bis 2030 sollen es insgesamt 50 neue NEV-Modelle werden. Der Produktionsstart in Hefei ist damit Teil eines deutlich größeren Programms, mit dem der Konzern im chinesischen Markt für New Energy Vehicles wieder aggressiver um Relevanz kämpfen will.
Kooperation mit Xpeng soll Entwicklungstempo deutlich erhöhen
Im Zentrum dieser Neuaufstellung steht nicht nur die Partnerschaft mit Xpeng, sondern auch der eigene Entwicklungsumbau in China. Die Wolfsburger setzen voll auf die 2023 geschlossene strategische Kooperation mit Xpeng, die auf skalierbare Produktentwicklung und technologische Innovation ausgerichtet ist. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit seien zwei vollelektrische Modelle entwickelt worden. Nach dem ID.Unyx 08 solle noch in diesem Jahr ein weiteres Volkswagen-Modell seine Marktpremiere feiern. He Xiaopeng, Chairman und CEO von Xpeng , spricht in der Mitteilung von einem „greifbaren Ergebnis“ der Zusammenarbeit und betont gegenseitiges Vertrauen sowie die Bündelung der jeweiligen Stärken.
Quelle: https://www.automobil-produktion.de/pro ... ie/2628520
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Porsche SE macht fast eine Milliarde Euro Verlust
Eine milliardenschwere Abschreibung auf die Beteiligung am Volkswagen-Konzern hat die Eigentümerholding Porsche SE auch im ersten Quartal 2026 tief in die roten Zahlen gezogen. Unter dem Strich machte die Beteiligungsgesellschaft einen Verlust von 923 Millionen Euro, wie das DAX-Unternehmen in Stuttgart heute mitteilte.
Ein Jahr zuvor war ein etwas größerer Fehlbetrag von 1,08 Milliarden Euro angefallen. Auf den Beteiligungsbuchwert an Volkswagen nahm die Holding der Eigentümerfamilien Porsche und Piech eine Wertberichtigung in Höhe von 1,3 Milliarden Euro vor.
Pötsch: Auf neue Marktbedingungen reagieren
Porsche-SE-Vorstandschef Hans Dieter Pötsch sagte, das Unternehmen habe bei dem um Abschreibungen bereinigten Konzernergebnis einen Gewinn erzielen und seine Finanzierungsstruktur weiter stärken können.
„Allerdings müssen die lange Zeit gut funktionierenden Geschäftsmodelle unserer Kernbeteiligungen grundsätzlich auf neue Marktbedingungen ausgerichtet werden.“ Pötsch verwies auf die laufenden Sparprogramme bei den Kernbeteiligungen.
Fünf Milliarden Euro Verschuldung
Der um Abschreibungen und Wertberichtigungen bereinigte Konzerngewinn fiel im ersten Quartal um gut ein Fünftel auf 382 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung lag mit 5,15 Milliarden Euro leicht höher als zum Jahresende 2025 mit 5,10 Milliarden Euro.
Die Beteiligungsholding Porsche SE strebt im Gesamtjahr weiter ein bereinigtes Konzernergebnis von 1,5 Milliarden bis 3,5 Milliarden Euro und Ende des Jahres eine Nettoverschuldung zwischen 4,7 Milliarden und 5,2 Milliarden Euro an.
Quelle: https://orf.at/stories/3429868/
Naja, das war' s dann wohl...wird sich biologisch lösen, denn die verbliebene Käuferschicht wird von Jahr zu Jahr kleiner...
Eine milliardenschwere Abschreibung auf die Beteiligung am Volkswagen-Konzern hat die Eigentümerholding Porsche SE auch im ersten Quartal 2026 tief in die roten Zahlen gezogen. Unter dem Strich machte die Beteiligungsgesellschaft einen Verlust von 923 Millionen Euro, wie das DAX-Unternehmen in Stuttgart heute mitteilte.
Ein Jahr zuvor war ein etwas größerer Fehlbetrag von 1,08 Milliarden Euro angefallen. Auf den Beteiligungsbuchwert an Volkswagen nahm die Holding der Eigentümerfamilien Porsche und Piech eine Wertberichtigung in Höhe von 1,3 Milliarden Euro vor.
Pötsch: Auf neue Marktbedingungen reagieren
Porsche-SE-Vorstandschef Hans Dieter Pötsch sagte, das Unternehmen habe bei dem um Abschreibungen bereinigten Konzernergebnis einen Gewinn erzielen und seine Finanzierungsstruktur weiter stärken können.
„Allerdings müssen die lange Zeit gut funktionierenden Geschäftsmodelle unserer Kernbeteiligungen grundsätzlich auf neue Marktbedingungen ausgerichtet werden.“ Pötsch verwies auf die laufenden Sparprogramme bei den Kernbeteiligungen.
Fünf Milliarden Euro Verschuldung
Der um Abschreibungen und Wertberichtigungen bereinigte Konzerngewinn fiel im ersten Quartal um gut ein Fünftel auf 382 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung lag mit 5,15 Milliarden Euro leicht höher als zum Jahresende 2025 mit 5,10 Milliarden Euro.
Die Beteiligungsholding Porsche SE strebt im Gesamtjahr weiter ein bereinigtes Konzernergebnis von 1,5 Milliarden bis 3,5 Milliarden Euro und Ende des Jahres eine Nettoverschuldung zwischen 4,7 Milliarden und 5,2 Milliarden Euro an.
Quelle: https://orf.at/stories/3429868/
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J.D.-Power-Studie 2026
VW ganz hinten und Software-Updates nerven
Die J.D.-Power-Studie für den US-Markt misst nach drei Jahren Besitz nicht nur klassische Defekte, sondern sämtliche von Haltern gemeldeten Probleme pro 100 Fahrzeuge. Genau dort patzt die Branche 2026 vor allem bei Software, Smartphone-Anbindung und Updates – Volkswagen landet ganz hinten, Volvo direkt davor.
Die 2026er-Ausgabe der J.D.-Power-Studie betrachtet 2023er-Modelle nach drei Jahren Besitz. Der US-amerikanische Datenanalyse-Spezialist befragt dafür 33.268 Erstbesitzer und erfasst 184 konkrete Problemfelder in neun Fahrzeugkategorien – vom Klimasystem über den Antrieb bis zum Infotainment. Die Zahl der Probleme markiert aktuell den höchsten Stand seit dem Redesign der Studie im Jahr 2022.
Die Studie bildet keine reine Defekt- oder Pannenstatistik ab, sondern sammelt alle von Besitzern gemeldeten Probleme.
VW trägt die rote Laterne, Volvo fällt tief
Aus deutscher Sicht fällt der Blick ans Tabellenende. Volkswagen beendet die Markenwertung mit 301 PP100 (Probleme pro 100 Fahrzeuge) auf dem letzten Platz, Volvo rangiert mit 296 PP100 auf dem vorletzten Platz. Land Rover kommt auf 274 PP100, Jeep auf 267. An der Spitze stehen dagegen Lexus mit 151 PP100 und die GM-Marke Buick mit 160 PP100.
Tesla taucht mit 226 PP100 ebenfalls in der Statistik auf, erfüllt laut JD Power aber nicht die Kriterien für eine offizielle Platzierung.
Der eigentliche Ärger sitzt in der Software
Die größten Probleme bereitet nicht der klassische Maschinenraum, sondern der digitale Alltag. Das Infotainment sammelt mit 56,7 PP100 die meisten Beanstandungen, die Kategorie Exterieur folgt mit deutlichem Abstand bei 27,5 PP100. Vier der fünf häufigsten Einzelprobleme hängen direkt mit der Smartphone-Integration zusammen.
Zum dritten Mal in Folge nervt Besitzer laut Studie am stärksten die Verbindung von Android Auto und Apple CarPlay, die allein 8,9 PP100 ausmacht. Dahinter folgen integriertes Bluetooth mit 5,5 PP100, kabellose Ladeschalen mit 5,1 PP100 und die Konnektivität der Hersteller-Apps mit 4,7 PP100. Zusammen stehen diese vier Punkte für 24,2 PP100 und damit für fast die Hälfte aller Infotainment-Probleme.
OTA-Updates haben gefühlt kaum Nutzen
Besonders aufschlussreich ist der Blick auf Software-Updates. 40 Prozent der befragten Halter erhielten in den vergangenen zwölf Monaten ein Update für ihr Fahrzeug. Doch nur 27 Prozent dieser Gruppe berichten von einer Verbesserung, 58 Prozent erkennen gar keinen spürbaren Unterschied.
Mehr als die Hälfte dieser Updates kam Over-the-Air ins Auto. Genau dort registriert JD Power in diesem Jahr einen um 2,5 PP100 höheren Problemwert. Updates gehören inzwischen also zum Alltag, überzeugen viele Fahrer aber noch längst nicht.
Premium kämpft mehr als der Massenmarkt
Auch das Markenbild passt zu dieser Softwarelastigkeit. Premiummarken verschlechtern sich im Jahresvergleich um 8 PP100 auf 217 PP100 und schneiden damit um 17 PP100 schlechter ab als der Massenmarkt. In sieben der neun Hauptkategorien rangieren die Premiumhersteller hinten, besonders deutlich in den Bereichen Features/Controls/Displays sowie Driving Experience. Nur Antrieb und Sitze bekommen im Premiumlager bessere Wertungen.
Dazu passt, dass mehrere Oberklassemarken in der Tabelle nicht glänzen. Mercedes-Benz landet bei 235 PP100, Audi bei 244, Acura und Infiniti jeweils bei 233. Die Ehre der Premiummarken rettet Toyotas Tochter Lexus mit der oben genannten besten Wertung.
Elektrifizierte Antriebe sammeln ebenfalls mehr Probleme
Zusätzlich zeigt die Studie größere Unterschiede nach Antriebsart. Plug-in-Hybride schneiden mit 281 PP100 am schlechtesten ab. Batterieelektrische Fahrzeuge folgen mit 237 PP100, Hybride mit 213, reine Benziner kommen auf 198 PP100 und liefern damit den besten Wert.
Auch hier geht es nicht automatisch um schwere technische Schäden. Die Untersuchung erfasst Probleme über das gesamte Fahrzeug hinweg, also auch Bedienung, Konnektivität und Softwareverhalten. Das unterstreicht die zentrale Aussage der Studie: Die digitale Nutzererfahrung prägt die Langzeitqualität inzwischen massiv.
Lexus, Buick und Toyota setzen die Kontrapunkte
Trotz des insgesamt schwächeren Branchenbilds setzen einige Hersteller klare Gegenpunkte. Lexus fährt zum vierten Mal in Folge den Bestwert unter allen Marken ein, Buick führt die Volumenhersteller erneut an. Toyota Motor Corporation holt zudem die meisten Modellsiege, insgesamt acht.
Als insgesamt bestes Modell nennt JD Power den Lexus IS (Bild ganz oben). Weitere Segmentspitzen holen laut Studie unter anderem Toyota Corolla, Toyota Camry, Toyota Tacoma, Toyota Sienna, Toyota 4Runner, Lexus UX, Lexus GX, Chevrolet Equinox, Chevrolet Tahoe, Cadillac XT6, Subaru Crosstrek und Nissan Murano. General Motors kommt auf vier Modellpreise.
Fazit
Die J.D.-Power-Studie 2026 erzählt keine simple Geschichte über klassische Defekte, sondern eine über den digitalen Alltag im Auto. Smartphone-Anbindung, Infotainment und OTA-Updates drücken die Problembilanz der Branche stärker als viele mechanische Themen.
Aus deutscher Sicht bitter: Volkswagen trägt das Schlusslicht. Volvo landet direkt davor. Gleichzeitig zeigen Lexus, Buick und mehrere Toyota-Modelle, dass niedrige Problemwerte nach drei Jahren sehr wohl möglich sind.
Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/tec ... udie-2026/
VW ganz hinten und Software-Updates nerven
Die J.D.-Power-Studie für den US-Markt misst nach drei Jahren Besitz nicht nur klassische Defekte, sondern sämtliche von Haltern gemeldeten Probleme pro 100 Fahrzeuge. Genau dort patzt die Branche 2026 vor allem bei Software, Smartphone-Anbindung und Updates – Volkswagen landet ganz hinten, Volvo direkt davor.
Die 2026er-Ausgabe der J.D.-Power-Studie betrachtet 2023er-Modelle nach drei Jahren Besitz. Der US-amerikanische Datenanalyse-Spezialist befragt dafür 33.268 Erstbesitzer und erfasst 184 konkrete Problemfelder in neun Fahrzeugkategorien – vom Klimasystem über den Antrieb bis zum Infotainment. Die Zahl der Probleme markiert aktuell den höchsten Stand seit dem Redesign der Studie im Jahr 2022.
Die Studie bildet keine reine Defekt- oder Pannenstatistik ab, sondern sammelt alle von Besitzern gemeldeten Probleme.
VW trägt die rote Laterne, Volvo fällt tief
Aus deutscher Sicht fällt der Blick ans Tabellenende. Volkswagen beendet die Markenwertung mit 301 PP100 (Probleme pro 100 Fahrzeuge) auf dem letzten Platz, Volvo rangiert mit 296 PP100 auf dem vorletzten Platz. Land Rover kommt auf 274 PP100, Jeep auf 267. An der Spitze stehen dagegen Lexus mit 151 PP100 und die GM-Marke Buick mit 160 PP100.
Tesla taucht mit 226 PP100 ebenfalls in der Statistik auf, erfüllt laut JD Power aber nicht die Kriterien für eine offizielle Platzierung.
Der eigentliche Ärger sitzt in der Software
Die größten Probleme bereitet nicht der klassische Maschinenraum, sondern der digitale Alltag. Das Infotainment sammelt mit 56,7 PP100 die meisten Beanstandungen, die Kategorie Exterieur folgt mit deutlichem Abstand bei 27,5 PP100. Vier der fünf häufigsten Einzelprobleme hängen direkt mit der Smartphone-Integration zusammen.
Zum dritten Mal in Folge nervt Besitzer laut Studie am stärksten die Verbindung von Android Auto und Apple CarPlay, die allein 8,9 PP100 ausmacht. Dahinter folgen integriertes Bluetooth mit 5,5 PP100, kabellose Ladeschalen mit 5,1 PP100 und die Konnektivität der Hersteller-Apps mit 4,7 PP100. Zusammen stehen diese vier Punkte für 24,2 PP100 und damit für fast die Hälfte aller Infotainment-Probleme.
OTA-Updates haben gefühlt kaum Nutzen
Besonders aufschlussreich ist der Blick auf Software-Updates. 40 Prozent der befragten Halter erhielten in den vergangenen zwölf Monaten ein Update für ihr Fahrzeug. Doch nur 27 Prozent dieser Gruppe berichten von einer Verbesserung, 58 Prozent erkennen gar keinen spürbaren Unterschied.
Mehr als die Hälfte dieser Updates kam Over-the-Air ins Auto. Genau dort registriert JD Power in diesem Jahr einen um 2,5 PP100 höheren Problemwert. Updates gehören inzwischen also zum Alltag, überzeugen viele Fahrer aber noch längst nicht.
Premium kämpft mehr als der Massenmarkt
Auch das Markenbild passt zu dieser Softwarelastigkeit. Premiummarken verschlechtern sich im Jahresvergleich um 8 PP100 auf 217 PP100 und schneiden damit um 17 PP100 schlechter ab als der Massenmarkt. In sieben der neun Hauptkategorien rangieren die Premiumhersteller hinten, besonders deutlich in den Bereichen Features/Controls/Displays sowie Driving Experience. Nur Antrieb und Sitze bekommen im Premiumlager bessere Wertungen.
Dazu passt, dass mehrere Oberklassemarken in der Tabelle nicht glänzen. Mercedes-Benz landet bei 235 PP100, Audi bei 244, Acura und Infiniti jeweils bei 233. Die Ehre der Premiummarken rettet Toyotas Tochter Lexus mit der oben genannten besten Wertung.
Elektrifizierte Antriebe sammeln ebenfalls mehr Probleme
Zusätzlich zeigt die Studie größere Unterschiede nach Antriebsart. Plug-in-Hybride schneiden mit 281 PP100 am schlechtesten ab. Batterieelektrische Fahrzeuge folgen mit 237 PP100, Hybride mit 213, reine Benziner kommen auf 198 PP100 und liefern damit den besten Wert.
Auch hier geht es nicht automatisch um schwere technische Schäden. Die Untersuchung erfasst Probleme über das gesamte Fahrzeug hinweg, also auch Bedienung, Konnektivität und Softwareverhalten. Das unterstreicht die zentrale Aussage der Studie: Die digitale Nutzererfahrung prägt die Langzeitqualität inzwischen massiv.
Lexus, Buick und Toyota setzen die Kontrapunkte
Trotz des insgesamt schwächeren Branchenbilds setzen einige Hersteller klare Gegenpunkte. Lexus fährt zum vierten Mal in Folge den Bestwert unter allen Marken ein, Buick führt die Volumenhersteller erneut an. Toyota Motor Corporation holt zudem die meisten Modellsiege, insgesamt acht.
Als insgesamt bestes Modell nennt JD Power den Lexus IS (Bild ganz oben). Weitere Segmentspitzen holen laut Studie unter anderem Toyota Corolla, Toyota Camry, Toyota Tacoma, Toyota Sienna, Toyota 4Runner, Lexus UX, Lexus GX, Chevrolet Equinox, Chevrolet Tahoe, Cadillac XT6, Subaru Crosstrek und Nissan Murano. General Motors kommt auf vier Modellpreise.
Fazit
Die J.D.-Power-Studie 2026 erzählt keine simple Geschichte über klassische Defekte, sondern eine über den digitalen Alltag im Auto. Smartphone-Anbindung, Infotainment und OTA-Updates drücken die Problembilanz der Branche stärker als viele mechanische Themen.
Aus deutscher Sicht bitter: Volkswagen trägt das Schlusslicht. Volvo landet direkt davor. Gleichzeitig zeigen Lexus, Buick und mehrere Toyota-Modelle, dass niedrige Problemwerte nach drei Jahren sehr wohl möglich sind.
Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/tec ... udie-2026/
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Flop ID. Buzz? Die Zahlen sagen was anderes
Für Volkswagens Nutzfahrzeugsparte lief es 2025 insgesamt eher bescheiden. Die in Hannover ansässige Konzerndivision lieferte insgesamt etwa 401.000 Fahrzeuge aus; im Jahr zuvor waren es noch 409.600. Am ID. Buzz lag der Rückgang überraschenderweise nicht. Er konnte seinen Absatz nämlich mehr als verdoppeln.
102 Prozent Wachstum für den ID. Buzz
2025 lieferte VW Nutzfahrzeuge insgesamt 60.700 ID. Buzz aus. Im Vorjahr waren es nur 29.900 Exemplare – macht ein Plus von 102 Prozent. "Der ID. Buzz wächst kontinuierlich, ist klarer Marktführer in seinem Segment in Europa und baut diese Position weiter aus", jubelt Lars Krause, Vorstand für Vertrieb, Marketing und Aftersales bei Volkswagen Nutzfahrzeuge. "Weltweit haben wir die Schwelle von 60.000 Fahrzeugen überschritten – trotz des langsamen Hochlaufs der Märkte für vollelektrische Transporter, insbesondere in den USA."
Tatsächlich konnte der ID.Buzz sein Ergebnis in Nordamerika um satte 461,5 Prozent steigern. Allerdings fand dieses Wachstum bei den absoluten Zahlen auf einem sehr niedrigen Niveau statt. Während VW Nutzfahrzeuge in Nordamerika 2024 nur 1.300 ID. Buzz absetzen konnte, waren es im vergangenen Jahr immerhin 7.300. Der Fortschritt überrascht, schließlich hatte VW den Elektro-Bulli in den USA für mehrere Wochen vom Markt zurückgezogen. Die Ursachen waren die von der Trump-Regierung erhobenen Strafzölle und ein technischer Rückruf, weil die dritte Sitzreihe nicht den technischen Vorschriften der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA entsprach.
Doch selbst das Plus beschert dem Elektro-Transporter keine sichere Zukunft auf dem US-Markt. Kurz vor Weihnachten 2025 kündigte VW Nutzfahrzeuge an, den ID. Buzz für das Modelljahr 2026 in den Vereinigten Staaten vom Markt zu nehmen. Der Hauptgrund dafür ist weiterhin die Zoll- und Umweltpolitik der USA und die damit einhergehenden schwierigen Marktbedingungen für Elektrofahrzeuge – speziell für importierte Modelle. Vorerst will VW in den USA lediglich bereits produzierte ID.-Buzz-Exemplare abverkaufen und damit "eine solide Grundlage für den Übergang zum Modelljahr 2027" schaffen.
46 Prozent greifen zur Cargo-Version
Weiteres Wachstum muss also künftig vor allem von den europäischen sowie weiteren internationalen Märkten kommen. Hier sieht sich Volkswagen mit dem ID. Buzz weiterhin gut aufgestellt und verweist explizit auf die aktuelle Stärke bei Gewerbekunden: Gut 46 Prozent des ID.-Buzz-Absatzes entfielen auf die Cargo-Version. Dieser Anteil könnte den Niedersachsen zufolge 2026 noch einmal steigen, denn in diesem Jahr wird endlich der ID. Buzz Cargo mit langem Radstand auf den Markt kommen.
Zur Wahrheit der guten ID.-Buzz-Zahlen im vergangenen Jahr gehört aber auch: Längst nicht alle Kundinnen und Kunden zahlen für den ID. Buzz die vollen Listenpreise, die für den Elektro-Bulli weiterhin auf sehr hohem Niveau liegen. Auf den einschlägigen Neuwagen-Handelsportalen im Internet wird der ID. Buzz schon seit geraumer Zeit stark rabattiert angeboten. Teilweise liegt der Nachlass bei über 30 Prozent, was die Marge pro verkauftem Auto stark beeinträchtigt. VW selbst hat den E-Van stets bei seinen eigenen E-Auto-Rabattaktionen ausgeklammert, bietet den ID. Buzz jedoch aktuell in den Sondermodellen Freestyle oder der neuen 75-Jahre-Edition mit großem Preisvorteil an.
Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/ele ... s-anderes/
Für Volkswagens Nutzfahrzeugsparte lief es 2025 insgesamt eher bescheiden. Die in Hannover ansässige Konzerndivision lieferte insgesamt etwa 401.000 Fahrzeuge aus; im Jahr zuvor waren es noch 409.600. Am ID. Buzz lag der Rückgang überraschenderweise nicht. Er konnte seinen Absatz nämlich mehr als verdoppeln.
102 Prozent Wachstum für den ID. Buzz
2025 lieferte VW Nutzfahrzeuge insgesamt 60.700 ID. Buzz aus. Im Vorjahr waren es nur 29.900 Exemplare – macht ein Plus von 102 Prozent. "Der ID. Buzz wächst kontinuierlich, ist klarer Marktführer in seinem Segment in Europa und baut diese Position weiter aus", jubelt Lars Krause, Vorstand für Vertrieb, Marketing und Aftersales bei Volkswagen Nutzfahrzeuge. "Weltweit haben wir die Schwelle von 60.000 Fahrzeugen überschritten – trotz des langsamen Hochlaufs der Märkte für vollelektrische Transporter, insbesondere in den USA."
Tatsächlich konnte der ID.Buzz sein Ergebnis in Nordamerika um satte 461,5 Prozent steigern. Allerdings fand dieses Wachstum bei den absoluten Zahlen auf einem sehr niedrigen Niveau statt. Während VW Nutzfahrzeuge in Nordamerika 2024 nur 1.300 ID. Buzz absetzen konnte, waren es im vergangenen Jahr immerhin 7.300. Der Fortschritt überrascht, schließlich hatte VW den Elektro-Bulli in den USA für mehrere Wochen vom Markt zurückgezogen. Die Ursachen waren die von der Trump-Regierung erhobenen Strafzölle und ein technischer Rückruf, weil die dritte Sitzreihe nicht den technischen Vorschriften der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA entsprach.
Doch selbst das Plus beschert dem Elektro-Transporter keine sichere Zukunft auf dem US-Markt. Kurz vor Weihnachten 2025 kündigte VW Nutzfahrzeuge an, den ID. Buzz für das Modelljahr 2026 in den Vereinigten Staaten vom Markt zu nehmen. Der Hauptgrund dafür ist weiterhin die Zoll- und Umweltpolitik der USA und die damit einhergehenden schwierigen Marktbedingungen für Elektrofahrzeuge – speziell für importierte Modelle. Vorerst will VW in den USA lediglich bereits produzierte ID.-Buzz-Exemplare abverkaufen und damit "eine solide Grundlage für den Übergang zum Modelljahr 2027" schaffen.
46 Prozent greifen zur Cargo-Version
Weiteres Wachstum muss also künftig vor allem von den europäischen sowie weiteren internationalen Märkten kommen. Hier sieht sich Volkswagen mit dem ID. Buzz weiterhin gut aufgestellt und verweist explizit auf die aktuelle Stärke bei Gewerbekunden: Gut 46 Prozent des ID.-Buzz-Absatzes entfielen auf die Cargo-Version. Dieser Anteil könnte den Niedersachsen zufolge 2026 noch einmal steigen, denn in diesem Jahr wird endlich der ID. Buzz Cargo mit langem Radstand auf den Markt kommen.
Zur Wahrheit der guten ID.-Buzz-Zahlen im vergangenen Jahr gehört aber auch: Längst nicht alle Kundinnen und Kunden zahlen für den ID. Buzz die vollen Listenpreise, die für den Elektro-Bulli weiterhin auf sehr hohem Niveau liegen. Auf den einschlägigen Neuwagen-Handelsportalen im Internet wird der ID. Buzz schon seit geraumer Zeit stark rabattiert angeboten. Teilweise liegt der Nachlass bei über 30 Prozent, was die Marge pro verkauftem Auto stark beeinträchtigt. VW selbst hat den E-Van stets bei seinen eigenen E-Auto-Rabattaktionen ausgeklammert, bietet den ID. Buzz jedoch aktuell in den Sondermodellen Freestyle oder der neuen 75-Jahre-Edition mit großem Preisvorteil an.
Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/ele ... s-anderes/
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Oweh - VW
Ein älterer Artikel dazu:
5 Gründe, warum der ID. Buzz ein Ladenhüter ist
Die Zahlen sind ernüchternd. 2024 hat Volkswagen weltweit gerade einmal 29.000 Exemplare des ID. Buzz verkauft; nur 4.767 davon in Deutschland. Damit hat VW die eigenen Ziele klar verfehlt. Nachdem der Hersteller bis zum Frühjahr 2024 insgesamt etwa 40.000 Einheiten verkauft hatte, kündigte Lars Krause, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei VW Nutzfahrzeuge, im auto motor und sport-Interview an: "Wir haben uns dieses Jahr noch etwas mehr vorgenommen."
Gute Resonanz, aber wenige Käufer
Die Gründe für den bisherigen Misserfolg liegen freilich nicht nur in niedersächsischer Hand. Auf den meisten internationalen Märkten schwächelt aktuell der Absatz von Elektroautos; diese Kaufzurückhaltung trifft natürlich auch den Elektro-Bus. Dennoch ist der ID. Buzz ein Sonderfall, denn das Modell kommt beim Publikum eigentlich gut an. Diese Erfahrung machen wir regelmäßig: Wenn die Redakteure damit irgendwo auftauchen, bildet sich oft eine kleine Menschentraube und nehmen sie eine positive Resonanz wahr. Doch eine Kaufentscheidung treffen die wenigsten von denen, die sich in diesen Momenten als Fans outen.
Wir nennen fünf Gründe, weshalb VW für den ID. Buzz so wenige Kunden findet.
1. Das Design
Wie bitte? Der sieht doch hübsch aus! Sicher, die Optik bleibt immer Geschmackssache. Und in der Redaktion finden sich überwiegend Fans des Retro-Designs. Doch womöglich schießt genau das bei jenen Kunden übers Ziel hinaus, die das zurückhaltende, sachliche Design von T4, T5 und T6 schätzen. Ein bisschen zu viel klebrige Verklärung der Vergangenheit außen, ein wenig zu viel Zukunft innen mit dem kleinen Zentral-Display, dem großen Head-up-Display und dem Tablet-artigen Monitor in der Mitte. Unterm Strich: Vielleicht fällt der ID. Buzz für einen erheblichen Teil der VW-Kunden zu modisch statt haltbar modern aus.
2. Die Höchstgeschwindigkeit
Wie bitte? Also ob die jemals Relevanz bei einem Bus gehabt hätte. Kollege Renz würde jetzt wortreich von seiner Reise Schottland-Südspanien erzählen, die er im T3 mit 50-PS-Saugdieselmotor absolvierte, den Kasten dabei permanent am Limit von Antrieb und vermutlich Fahrwerk bewegte. Aber wenn die 145 km/h Höchstgeschwindigkeit des ID. Buzz wirklich ausreichend wären, weshalb gibt es dann den GTX (siehe Video und Fotoshow)? Gut, der wird auch nicht schneller als 160 km/h. E-Auto-typisch fehlt es nicht an Beschleunigungs-Bumms, doch schon die schlechte Aerodynamik drückt massiv die Reichweite – daher das Limit. Doch spätestens mit dem Verkaufserfolg des 150 PS starken T4-TDI war klar: Bus-Kunden wissen ein zügiges Durchschnittstempo durchaus zu schätzen.
3. Der Nutzwert
Wie bitte? Die Kiste ist doch groß genug! Ja, sicher, schon – irgendwie. Doch sie geht eben auch an die konzeptionellen Grenzen des Modularen Elektrifizierungs Baukastens (MEB) des Konzerns. Im ersten Schritt bedeutete diese: nur fünf Sitzplätze, kaum Variabilität, lediglich eine Tonne Anhängelast. Das ist offenbar auch VW aufgefallen, denn nun dürfen beim GTX mit kurzem Radstand 1,8 Tonnen angehängt werden, bei dem mit langem Radstand wiederum nur 1,6 Tonnen. Beide Radstände gibt’s immerhin inzwischen in einer Variante mit sechs Sitzen.
4. Die Reichweite
Wie bitte? Der ID. Buzz Pro mit langem Radstand soll doch 487 Kilometer weit kommen. Reicht das nicht? Nun, das will erst einmal geschafft werden. Für den GTX mit langem Radstand gibt VW 475 Kilometer an, doch im Test von auto motor und sport kamen gerade einmal 308 Kilometer zusammen – bei gemäßigten Winter-Bedingungen. Wenn du dann als Fahrer noch die Sitzplätze, die Anhängelast oder gar das Spurtvermögen – vielleicht sogar alles zusammen – ausnutzt, schrumpft dieser Wert nochmals erheblich. Und an der Ladesäule liefert der ID.Buzz zwar eine solide, jedoch keineswegs eine überragende Vorstellung ab.
5. Der Preis
Wie bitte? Mit dem neuen Einstiegsmodell Freestyle geht’s doch bereits 49.998 Euro los. Dafür gibt’s einen 170-PS-Motor, die Reichweite liegt bei 329 Kilometer – laut Hersteller, siehe Kapitel vier. Kurzum: Der ID. Buzz ist schlicht zu teuer, teilt also das Schicksal aller aktuellen E-Autos. Sie sind letztlich in jeder Preisklasse zu sehr mit Kompromissen behaftet, liegen bei vergleichbarer Ausstattung deutlich über Verbrenner-Modellen. Bei einem ID. Buzz kommen ohne große Anstrengungen über 65.000 Euro zusammen – vor allem dann, wenn’s ein bisschen schön werden soll: sechs Sitze, Zweifarb-Lackierung, hübsche Felgen.
Fazit
Und dann bleibt eben der Kompromiss: Die spontane Reise an den Strand nach Romo/Dänemark, um ein Krabbenbrötchen zu essen? Übers Wochenende nach Bettmeralp zum Bretteln? Mit der Familie nach Korsika? Klar, geht alles, irgendwie. Doch nicht die Reisenden, sondern das Auto diktiert Pausenzeiten und -orte. Und dabei sprechen wir noch nicht einmal von jenen Gewalttouren, die der Urahn des Buzz, also der T1, einst auf sich nahm, Paderborn-Punjab beispielsweise oder von San Francisco nach Bethel, NY, zum Woodstock-Festival.
Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/ele ... isserfolg/
Dann darf man sich auch nicht über den mangelnden Erfolg in den USA - dem Land der Conversion Vans - wundern. Kaum Nutzwert - bei den wenigen Sitzplätzen und der kümmerlichen Anhängelast.
5 Gründe, warum der ID. Buzz ein Ladenhüter ist
Die Zahlen sind ernüchternd. 2024 hat Volkswagen weltweit gerade einmal 29.000 Exemplare des ID. Buzz verkauft; nur 4.767 davon in Deutschland. Damit hat VW die eigenen Ziele klar verfehlt. Nachdem der Hersteller bis zum Frühjahr 2024 insgesamt etwa 40.000 Einheiten verkauft hatte, kündigte Lars Krause, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei VW Nutzfahrzeuge, im auto motor und sport-Interview an: "Wir haben uns dieses Jahr noch etwas mehr vorgenommen."
Gute Resonanz, aber wenige Käufer
Die Gründe für den bisherigen Misserfolg liegen freilich nicht nur in niedersächsischer Hand. Auf den meisten internationalen Märkten schwächelt aktuell der Absatz von Elektroautos; diese Kaufzurückhaltung trifft natürlich auch den Elektro-Bus. Dennoch ist der ID. Buzz ein Sonderfall, denn das Modell kommt beim Publikum eigentlich gut an. Diese Erfahrung machen wir regelmäßig: Wenn die Redakteure damit irgendwo auftauchen, bildet sich oft eine kleine Menschentraube und nehmen sie eine positive Resonanz wahr. Doch eine Kaufentscheidung treffen die wenigsten von denen, die sich in diesen Momenten als Fans outen.
Wir nennen fünf Gründe, weshalb VW für den ID. Buzz so wenige Kunden findet.
1. Das Design
Wie bitte? Der sieht doch hübsch aus! Sicher, die Optik bleibt immer Geschmackssache. Und in der Redaktion finden sich überwiegend Fans des Retro-Designs. Doch womöglich schießt genau das bei jenen Kunden übers Ziel hinaus, die das zurückhaltende, sachliche Design von T4, T5 und T6 schätzen. Ein bisschen zu viel klebrige Verklärung der Vergangenheit außen, ein wenig zu viel Zukunft innen mit dem kleinen Zentral-Display, dem großen Head-up-Display und dem Tablet-artigen Monitor in der Mitte. Unterm Strich: Vielleicht fällt der ID. Buzz für einen erheblichen Teil der VW-Kunden zu modisch statt haltbar modern aus.
2. Die Höchstgeschwindigkeit
Wie bitte? Also ob die jemals Relevanz bei einem Bus gehabt hätte. Kollege Renz würde jetzt wortreich von seiner Reise Schottland-Südspanien erzählen, die er im T3 mit 50-PS-Saugdieselmotor absolvierte, den Kasten dabei permanent am Limit von Antrieb und vermutlich Fahrwerk bewegte. Aber wenn die 145 km/h Höchstgeschwindigkeit des ID. Buzz wirklich ausreichend wären, weshalb gibt es dann den GTX (siehe Video und Fotoshow)? Gut, der wird auch nicht schneller als 160 km/h. E-Auto-typisch fehlt es nicht an Beschleunigungs-Bumms, doch schon die schlechte Aerodynamik drückt massiv die Reichweite – daher das Limit. Doch spätestens mit dem Verkaufserfolg des 150 PS starken T4-TDI war klar: Bus-Kunden wissen ein zügiges Durchschnittstempo durchaus zu schätzen.
3. Der Nutzwert
Wie bitte? Die Kiste ist doch groß genug! Ja, sicher, schon – irgendwie. Doch sie geht eben auch an die konzeptionellen Grenzen des Modularen Elektrifizierungs Baukastens (MEB) des Konzerns. Im ersten Schritt bedeutete diese: nur fünf Sitzplätze, kaum Variabilität, lediglich eine Tonne Anhängelast. Das ist offenbar auch VW aufgefallen, denn nun dürfen beim GTX mit kurzem Radstand 1,8 Tonnen angehängt werden, bei dem mit langem Radstand wiederum nur 1,6 Tonnen. Beide Radstände gibt’s immerhin inzwischen in einer Variante mit sechs Sitzen.
4. Die Reichweite
Wie bitte? Der ID. Buzz Pro mit langem Radstand soll doch 487 Kilometer weit kommen. Reicht das nicht? Nun, das will erst einmal geschafft werden. Für den GTX mit langem Radstand gibt VW 475 Kilometer an, doch im Test von auto motor und sport kamen gerade einmal 308 Kilometer zusammen – bei gemäßigten Winter-Bedingungen. Wenn du dann als Fahrer noch die Sitzplätze, die Anhängelast oder gar das Spurtvermögen – vielleicht sogar alles zusammen – ausnutzt, schrumpft dieser Wert nochmals erheblich. Und an der Ladesäule liefert der ID.Buzz zwar eine solide, jedoch keineswegs eine überragende Vorstellung ab.
5. Der Preis
Wie bitte? Mit dem neuen Einstiegsmodell Freestyle geht’s doch bereits 49.998 Euro los. Dafür gibt’s einen 170-PS-Motor, die Reichweite liegt bei 329 Kilometer – laut Hersteller, siehe Kapitel vier. Kurzum: Der ID. Buzz ist schlicht zu teuer, teilt also das Schicksal aller aktuellen E-Autos. Sie sind letztlich in jeder Preisklasse zu sehr mit Kompromissen behaftet, liegen bei vergleichbarer Ausstattung deutlich über Verbrenner-Modellen. Bei einem ID. Buzz kommen ohne große Anstrengungen über 65.000 Euro zusammen – vor allem dann, wenn’s ein bisschen schön werden soll: sechs Sitze, Zweifarb-Lackierung, hübsche Felgen.
Fazit
Und dann bleibt eben der Kompromiss: Die spontane Reise an den Strand nach Romo/Dänemark, um ein Krabbenbrötchen zu essen? Übers Wochenende nach Bettmeralp zum Bretteln? Mit der Familie nach Korsika? Klar, geht alles, irgendwie. Doch nicht die Reisenden, sondern das Auto diktiert Pausenzeiten und -orte. Und dabei sprechen wir noch nicht einmal von jenen Gewalttouren, die der Urahn des Buzz, also der T1, einst auf sich nahm, Paderborn-Punjab beispielsweise oder von San Francisco nach Bethel, NY, zum Woodstock-Festival.
Quelle: https://www.auto-motor-und-sport.de/ele ... isserfolg/
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Oweh - VW
Bestürzung nach Bericht über Volkswagen
Europas größter Autohersteller Volkswagen (VW) steht laut einem Bericht des „Manager Magazins“ vor einem weiteren großen Stellenabbau. In den nächsten Jahren sollen im Konzern weltweit bis zu 100.000 der aktuell rund 657.000 Arbeitsplätze wegfallen, so das Blatt am Freitag unter Berufung auf Insider. Auch Schließungen von Werken seien möglich. Gewerkschaften und Politik sind alarmiert. Die Pläne seien ein „Frontalangriff“ auf die VW-Beschäftigten.
VW-Chef Oliver Blume habe seine Pläne für das Sanierungskonzept dem Vorstand vorgestellt. Wie genau sich die Zahl zusammensetze, sei noch nicht klar. In dem Papier stehe bewusst keine eindeutige Zahl, sagte ein weiterer Insider. Der Verlust so vieler Arbeitsplätze entspreche einer Verdoppelung des bisherigen Abbauziels, das in seiner Radikalität schon beispiellos gewesen sei, schrieb das „Manager Magazin“ weiter.
Bis 2030 hatte Volkswagen bereits den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt, davon 35.000 bei der Kernmarke VW.
VW-Chef will „jeden Stein umdrehen“
Blume hat in den vergangenen Monaten wiederholt erklärt, dass das bisherige Geschäftsmodell von VW so nicht mehr funktioniere, der Konzern sich neu aufstellen müsse und die Kosten weiter sinken müssten. „Wir werden jeden Stein umdrehen“, hatte Blume bereits im Frühjahr angekündigt. Bisher hatte er es aber vermieden, Details zu möglichen Einsparungen zu nennen.
Ein Sprecher des Konzerns sagte, man kommentiere interne, vertrauliche Unterlagen nicht. Die zugrunde liegenden Sachverhalte würden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess solle nicht vorgegriffen werden. „Richtig ist, dass die gesamte Automobilindustrie und die Volkswagen Group eine tiefgreifende Transformation durchlaufen“, sagte er.
Der gesamte VW-Konzern einschließlich der Marken und Gesellschaften müsse sich tiefgreifend verändern. Der Konzernvorstand habe in den vergangenen Monaten intensiv an einem Zukunftsplan für die Neuaufstellung des Unternehmens gearbeitet. „Es geht darum, das Unternehmen insgesamt effizienter und schlanker aufzustellen sowie technologische Synergiepotenziale konsequent zu nutzen.“ Der Aufsichtsrat soll am 9. Juli über das Thema beraten.
Werksschließungen möglich
Offen ist, wie die Pläne dort insbesondere bei den Arbeitnehmervertreterinnen und -vertretern sowie beim Bundesland Niedersachsen, wo der VW-Stammsitz ist, ankommen. Die beiden Gruppen stellen im Aufsichtsrat gemeinsam die Mehrheit. Das Land ist zudem mit 20 Prozent der Stimmrechte an VW beteiligt.
„Das Land Niedersachsen wird keiner Entwicklung zustimmen, die auf Werksschließungen als vermeintlich einfache Lösung setzt oder die bewährte Mitbestimmung infrage stellt“, teilten Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) und seine Stellvertreterin Julia Willie Hamburg (Grüne) mit.
Dem Bericht zufolge könnten mittelfristig vier Werke in Deutschland geschlossen werden. Mit dem Auslaufen der dort aktuell gefertigten Modelle werde die Produktion dem Plan zufolge gestoppt werden.
Sparen will der Konzern dem „Manager Magazin“ zufolge auch bei der Modellpalette: Die Zahl der Fahrzeugmodelle im Konzern solle von bisher 150 auf weniger als 100 sinken. Auch ein mögliches US-Werk von Audi würde dem Rotstift zum Opfer fallen. Stattdessen solle Audi bei der neuen US-Marke Scout unterkommen.
Zudem solle der Konzern völlig neu sortiert werden, hieß es in dem Bericht weiter. So sollten sowohl die Kernmarke Volkswagen als auch die Komponententochter aus dem Konzernverbund herausgelöst und in eigene Gesellschaften eingebracht werden. In dieser Logik könnten auch einzelne abgespaltene Marken einfacher auf dem Kapitalmarkt platziert werden.
Scharfe Kritik von Gewerkschaft und Betriebsrat
Die Gewerkschaft IG Metall und der VW-Betriebsrat übten scharfe Kritik an den möglichen Plänen. „Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern“, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme von IG-Metall-Chefin Christiane Benner, Bezirksleiter Thorsten Gröger und Betriebsratschefin Daniela Cavallo.
Die deutsche Regierung wollte den Bericht am Freitag nicht kommentieren. „Wir versuchen, jede Schließung von Standorten in Deutschland natürlich zu verhindern“, so ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums. „Am Ende sind das doch aber Entscheidungen der Unternehmen, die sie betriebswirtschaftlich treffen müssen.“
„Darf sich so nicht realisieren“
Einzelne Politiker aber drückten ihre Bestürzung aus: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte etwa: „Das darf sich so nicht realisieren. Deutschland darf sich nicht herunterfahren.“ Volkswagen gehöre zum Markenkern Deutschlands, so Kretschmer weiter: „Wenn dieses Unternehmen aufgibt, dann ist das fatal für unser ganzes Land.“
Der SPD-Politiker Adis Ahmetovic übte scharfe Kritik. „Sollte die jüngste Meldung stimmen, wäre sie ein Frontalangriff und eine deutliche Kampfansage“, so der Chef der SPD Hannover am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. „Das Volkswagen-Management scheint sich inzwischen vor allem mit Ankündigungen zum Stellenabbau profilieren zu wollen.“ Den nötigen Aufschwung erreiche man nicht durch Kahlschlag.
Abbau von 37.000 Stellen fix
„Der geplante Stellenabbau bei VW ist eine bodenlose Sauerei“, sagte Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner. Zuletzt war es bei VW 2024 zum heftigen Tarifstreit gekommen. Mehrmals legte die IG Metall mit Warnstreiks die Produktion lahm. Erst kurz vor Weihnachten kam es nach einem einwöchigen Verhandlungsmarathon zum Kompromiss. Betriebsbedingte Kündigungen wurden ausgeschlossen, der Stellenabbau erfolgt vor allem über Altersteilzeit und Abfertigungsprogramme. Konzernweit haben bereits mehr als 37.000 Beschäftigte unterschrieben.
Quelle: https://orf.at/stories/3434483/
Europas größter Autohersteller Volkswagen (VW) steht laut einem Bericht des „Manager Magazins“ vor einem weiteren großen Stellenabbau. In den nächsten Jahren sollen im Konzern weltweit bis zu 100.000 der aktuell rund 657.000 Arbeitsplätze wegfallen, so das Blatt am Freitag unter Berufung auf Insider. Auch Schließungen von Werken seien möglich. Gewerkschaften und Politik sind alarmiert. Die Pläne seien ein „Frontalangriff“ auf die VW-Beschäftigten.
VW-Chef Oliver Blume habe seine Pläne für das Sanierungskonzept dem Vorstand vorgestellt. Wie genau sich die Zahl zusammensetze, sei noch nicht klar. In dem Papier stehe bewusst keine eindeutige Zahl, sagte ein weiterer Insider. Der Verlust so vieler Arbeitsplätze entspreche einer Verdoppelung des bisherigen Abbauziels, das in seiner Radikalität schon beispiellos gewesen sei, schrieb das „Manager Magazin“ weiter.
Bis 2030 hatte Volkswagen bereits den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt, davon 35.000 bei der Kernmarke VW.
VW-Chef will „jeden Stein umdrehen“
Blume hat in den vergangenen Monaten wiederholt erklärt, dass das bisherige Geschäftsmodell von VW so nicht mehr funktioniere, der Konzern sich neu aufstellen müsse und die Kosten weiter sinken müssten. „Wir werden jeden Stein umdrehen“, hatte Blume bereits im Frühjahr angekündigt. Bisher hatte er es aber vermieden, Details zu möglichen Einsparungen zu nennen.
Ein Sprecher des Konzerns sagte, man kommentiere interne, vertrauliche Unterlagen nicht. Die zugrunde liegenden Sachverhalte würden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess solle nicht vorgegriffen werden. „Richtig ist, dass die gesamte Automobilindustrie und die Volkswagen Group eine tiefgreifende Transformation durchlaufen“, sagte er.
Der gesamte VW-Konzern einschließlich der Marken und Gesellschaften müsse sich tiefgreifend verändern. Der Konzernvorstand habe in den vergangenen Monaten intensiv an einem Zukunftsplan für die Neuaufstellung des Unternehmens gearbeitet. „Es geht darum, das Unternehmen insgesamt effizienter und schlanker aufzustellen sowie technologische Synergiepotenziale konsequent zu nutzen.“ Der Aufsichtsrat soll am 9. Juli über das Thema beraten.
Werksschließungen möglich
Offen ist, wie die Pläne dort insbesondere bei den Arbeitnehmervertreterinnen und -vertretern sowie beim Bundesland Niedersachsen, wo der VW-Stammsitz ist, ankommen. Die beiden Gruppen stellen im Aufsichtsrat gemeinsam die Mehrheit. Das Land ist zudem mit 20 Prozent der Stimmrechte an VW beteiligt.
„Das Land Niedersachsen wird keiner Entwicklung zustimmen, die auf Werksschließungen als vermeintlich einfache Lösung setzt oder die bewährte Mitbestimmung infrage stellt“, teilten Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) und seine Stellvertreterin Julia Willie Hamburg (Grüne) mit.
Dem Bericht zufolge könnten mittelfristig vier Werke in Deutschland geschlossen werden. Mit dem Auslaufen der dort aktuell gefertigten Modelle werde die Produktion dem Plan zufolge gestoppt werden.
Sparen will der Konzern dem „Manager Magazin“ zufolge auch bei der Modellpalette: Die Zahl der Fahrzeugmodelle im Konzern solle von bisher 150 auf weniger als 100 sinken. Auch ein mögliches US-Werk von Audi würde dem Rotstift zum Opfer fallen. Stattdessen solle Audi bei der neuen US-Marke Scout unterkommen.
Zudem solle der Konzern völlig neu sortiert werden, hieß es in dem Bericht weiter. So sollten sowohl die Kernmarke Volkswagen als auch die Komponententochter aus dem Konzernverbund herausgelöst und in eigene Gesellschaften eingebracht werden. In dieser Logik könnten auch einzelne abgespaltene Marken einfacher auf dem Kapitalmarkt platziert werden.
Scharfe Kritik von Gewerkschaft und Betriebsrat
Die Gewerkschaft IG Metall und der VW-Betriebsrat übten scharfe Kritik an den möglichen Plänen. „Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern“, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme von IG-Metall-Chefin Christiane Benner, Bezirksleiter Thorsten Gröger und Betriebsratschefin Daniela Cavallo.
Die deutsche Regierung wollte den Bericht am Freitag nicht kommentieren. „Wir versuchen, jede Schließung von Standorten in Deutschland natürlich zu verhindern“, so ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums. „Am Ende sind das doch aber Entscheidungen der Unternehmen, die sie betriebswirtschaftlich treffen müssen.“
„Darf sich so nicht realisieren“
Einzelne Politiker aber drückten ihre Bestürzung aus: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte etwa: „Das darf sich so nicht realisieren. Deutschland darf sich nicht herunterfahren.“ Volkswagen gehöre zum Markenkern Deutschlands, so Kretschmer weiter: „Wenn dieses Unternehmen aufgibt, dann ist das fatal für unser ganzes Land.“
Der SPD-Politiker Adis Ahmetovic übte scharfe Kritik. „Sollte die jüngste Meldung stimmen, wäre sie ein Frontalangriff und eine deutliche Kampfansage“, so der Chef der SPD Hannover am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. „Das Volkswagen-Management scheint sich inzwischen vor allem mit Ankündigungen zum Stellenabbau profilieren zu wollen.“ Den nötigen Aufschwung erreiche man nicht durch Kahlschlag.
Abbau von 37.000 Stellen fix
„Der geplante Stellenabbau bei VW ist eine bodenlose Sauerei“, sagte Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner. Zuletzt war es bei VW 2024 zum heftigen Tarifstreit gekommen. Mehrmals legte die IG Metall mit Warnstreiks die Produktion lahm. Erst kurz vor Weihnachten kam es nach einem einwöchigen Verhandlungsmarathon zum Kompromiss. Betriebsbedingte Kündigungen wurden ausgeschlossen, der Stellenabbau erfolgt vor allem über Altersteilzeit und Abfertigungsprogramme. Konzernweit haben bereits mehr als 37.000 Beschäftigte unterschrieben.
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Oweh - VW
Das erinnert mich sehr an British Leyand, die haben sich auch selbst aus dem Markt gedrängt.
Bei VAG könnte es vielleicht auch mit Qualität und ohne Fehlkonstruktionen versuchen, die Kurve zu kriegen.
Bei VAG könnte es vielleicht auch mit Qualität und ohne Fehlkonstruktionen versuchen, die Kurve zu kriegen.
Wer es jedem recht machen will, macht etwas falsch!
Österreich: demokratisch regierter Staat ohne Meinungsfreiheit
RAM CC Laramie ´14 / Mustang GT/CS conv. ´08
gone: Mercury Monarch ´76 / Chevy TransSport ´01 / RAM CC Laramie ´10 / Mustang GT ´01.
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Oweh - VW
VW antwortet Betriebsrat, aber keine Zahlen zu Jobabbau
Der VW-Betriebsrat hat nach eigenen Angaben weiter keine konkreten Zahlen zu einem möglichen neuen Personalabbau erhalten.
Zwar habe der Konzernvorstand der Arbeitnehmervertretung ein umfangreiches Antwortpaket zu zuvor gestellten Fragen übermittelt, hieß es gestern in einer Mitteilung des Betriebsrats im Intranet des Konzerns, die der dpa vorliegt.
Aber konkrete Ziele für einen Stellenabbau tauchten darin nicht auf, obwohl mögliche Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahl natürlich Teil der Fragen waren, so der Betriebsrat.
Das „Manager Magazin“ hatte am Freitag berichtet, der Konzern wolle seinen Sparkurs deutlich verschärfen. Bis zu 100.000 Stellen könnten weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken des VW-Konzerns in Deutschland drohe die Schließung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.
VW bestätigte auf Anfrage nur, dass der Konzernvorstand „intensiv an einem Zukunftsplan für die Neuaufstellung des Unternehmens“ arbeite, nannte aber keine Details. Laut „Manager Magazin“ sollen die Pläne des Konzernvorstands am 9. Juli dem Aufsichtsrat vorgelegt werden. IG Metall und VW-Betriebsrat hatten umgehend Widerstand dagegen angekündigt.
Quelle: https://www.orf.at//stories/3434729/
Der VW-Betriebsrat hat nach eigenen Angaben weiter keine konkreten Zahlen zu einem möglichen neuen Personalabbau erhalten.
Zwar habe der Konzernvorstand der Arbeitnehmervertretung ein umfangreiches Antwortpaket zu zuvor gestellten Fragen übermittelt, hieß es gestern in einer Mitteilung des Betriebsrats im Intranet des Konzerns, die der dpa vorliegt.
Aber konkrete Ziele für einen Stellenabbau tauchten darin nicht auf, obwohl mögliche Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahl natürlich Teil der Fragen waren, so der Betriebsrat.
Das „Manager Magazin“ hatte am Freitag berichtet, der Konzern wolle seinen Sparkurs deutlich verschärfen. Bis zu 100.000 Stellen könnten weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken des VW-Konzerns in Deutschland drohe die Schließung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.
VW bestätigte auf Anfrage nur, dass der Konzernvorstand „intensiv an einem Zukunftsplan für die Neuaufstellung des Unternehmens“ arbeite, nannte aber keine Details. Laut „Manager Magazin“ sollen die Pläne des Konzernvorstands am 9. Juli dem Aufsichtsrat vorgelegt werden. IG Metall und VW-Betriebsrat hatten umgehend Widerstand dagegen angekündigt.
Quelle: https://www.orf.at//stories/3434729/
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"Heißer Sommer“
Deutsche Autobranche in Aufruhr
Die deutsche Autobranche befindet sich in Aufruhr. Die Pläne der großen Autohersteller wie VW und Mercedes, die tiefe Krise zu meistern, konzentrieren sich auf Konzernum- und Personalabbau bzw. wie im Fall Mercedes auf längere Arbeitszeit ohne Lohnausgleich. Die zuständige Gewerkschaft IG Metall kündigte einen „heißen Sommer“ an. Einen ersten Vorgeschmack gab es bereits am Freitag bei Mercedes.
Tausende Beschäftigte von Mercedes-Benz gingen am Freitag im deutschen Bundesland Baden-Württemberg gegen die Ausweitung des Sparkurses bei Mercedes auf die Straße. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich rund 33.000 Beschäftigte an dem Protest. Nach Angaben von Mercedes waren es rund 16.000.
Die IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner sagte in Düsseldorf, der Schlüssel für eine starke Autoindustrie liege in Investitionen in zukunftsfeste Produkte, Standorte und Beschäftigte. „Auch von der Politik fordern wir ein klares Signal: Der industrielle Kern dieses Landes darf nicht ausgehöhlt werden. Wir brauchen eine aktive Industriepolitik, die Transformation absichert.“
Gegen unbezahlte Erhöhung der Arbeitszeit
Die Beschäftigten von Mercedes-Benz demonstrierten „gegen eine unbezahlte Erhöhung der Arbeitszeit auf 40 Stunden, Einschnitte bei tariflichen Leistungen, überzogene Dividenden und einen Kürzungskurs des Konzerns auf dem Rücken der Belegschaft“, wie die IG Metall am Freitag weiter mitteilte.
Die Gewerkschaft und der Betriebsrat forderten sichere Arbeitsplätze, Perspektiven für die Standorte sowie unangetastete tarifliche und soziale Sicherheit. Bei Mercedes-Benz in Deutschland arbeiteten Stand Ende 2025 nach Unternehmensangaben rund 164.000 Menschen.
Die Beschäftigten sind mit den Plänen des Vorstands und des Abbaus des Sozialstaats nicht einverstanden“, so Mercedes-Gesamtbetriebsratschef Ergun Lümali anlässlich einer Kundgebung am Freitag in Sindelfingen. Das Management wolle hart erkämpfte Errungenschaften zurückdrehen. Das sei keine Grundlage für weitere Gespräche.
Mercedes sieht China-Geschäft verantwortlich
Mercedes hatte ein Sparprogramm angekündigt, das Unternehmen erwägt längere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Werke. Der Premiumautobauer hatte Ende April seine Bilanz für das erste Quartal vorgelegt – der Gewinn sank um 17 Prozent im Vorjahresvergleich auf 1,43 Milliarden Euro. Mercedes machte vor allem ein schwieriges China-Geschäft dafür verantwortlich.
Gewerkschaft fordert „echte Problemlösung“
Der Protest bei Mercedes ist laut der Gewerkschaft nur der Auftakt für weitere Aktionen. „Die IG Metall und die Beschäftigten der Hersteller und Zulieferer werden den Unternehmenslenkern der Autoindustrie einen heißen Sommer und Herbst bescheren, solange sie weiter auf Arbeitsplatzabbau und Verlagerung setzen, statt echte Problemlösungen zu suchen“, so die Gewerkschaft im Vorfeld des Aktionstags am Freitag.
Eines würden die Entscheider in den Konzernen vergessen, so die IG-Metall: „Die Beschäftigten sind nicht schuld an der Misere.“
Laut Berechnung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY gingen allein im vergangenen Jahr fast 50.000 Jobs in der Autoindustrie deutschlandweit verloren. Seit 2019 wurden demzufolge 111.000 Stellen in der Branche in Deutschland abgebaut.
VW: Ausgliederungen und Personalabbau
Und auch beim bisherigen Aushängeschild der deutschen Autohersteller, Volkswagen, kriselt es gewaltig. Bis zu 100.000 Stellen könnten weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken in Deutschland – Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm – droht die Schließung, wie das „Manager Magazin“ Ende Juni berichtet hatte.
Volkswagen-Chef Oliver Blume geht es auch um die Frage, wie Europas größter Autohersteller in Zukunft organisiert sein soll. Zu dem Plan gehört dem Bericht des „Manager Magazins“ zufolge auch die Überlegung, die Konzernkernmarke Volkswagen ebenso wie die Komponentensparte auszugliedern und in eigene Gesellschaften zu überführen.
Ein Schritt, der Insidern zufolge die Grenzen des VW-Gesetzes austesten dürfte, das dem Land Niedersachsen faktisch weitgehende Mitbestimmungsrechte gibt.
VW-Gesetz: Niedersachsen hat Sperrminorität
Das VW-Gesetz stammt aus dem Jahr 1960. Damals wurde die Volkswagenwerk GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Heute sind in dem Gesetz vor allem zwei Paragrafen relevant: Zum einen ist festgelegt, dass für die „Errichtung und Verlegung von Produktionsstätten“ eine Zweidrittelmehrheit im Aufsichtsrat nötig ist.
Zum anderen müssen diejenigen Beschlüsse der Hauptversammlung, für die nach dem Aktiengesetz eine Dreiviertelmehrheit nötig ist, bei Volkswagen mit vier Fünftel der Stimmen getroffen werden. Faktisch räumt das dem Land Niedersachsen, das 20 Prozent der Aktien hält, eine Sperrminorität ein. Beide Regelungen aus dem Gesetz hat VW auch in seine Satzung übernommen. Zusammen mit den Arbeitnehmervertretern hat das Land Niedersachsen dadurch eine Mehrheit im Aufsichtsrat.
Grüne VW-Aufsichtsrätin: VW muss sich verändern
Mögliche Werksschließungen bei VW in Deutschland stoßen denn auch im Aufsichtsrat des Autokonzerns auf Widerstand. „Einfach nur Werke zu schließen, wäre viel zu kurz gesprungen. Werksschließungen sind keine Zukunftsstrategie“, sagte Niedersachsens Vizeregierungschefin und VW-Aufsichtsrätin Julia Willie Hamburg der dpa.
Niemand stelle den notwendigen Wandel infrage. „Im Gegenteil: Volkswagen muss sich verändern“, so die Grünen-Politikerin. „Aber die Transformation muss den Konzern nachhaltig wettbewerbsfähiger machen und an seine Stärken anknüpfen – nicht seine industrielle Substanz schwächen“, so Hamburg. Die Situation von Volkswagen sei ernst.
Große Strafzahlung bei Schließung vor 2030
Einen kurzfristigen Effekt möglicher Werksschließungen sieht Hamburg dagegen nicht. „Werksschließungen wirken, wenn überhaupt, frühestens 2030. Das ist nicht die Antwort auf die akute Krise, die wir jetzt gerade haben“, sagte sie.
Im Dezember 2024 hatten die Gewerkschaft IG Metall und Volkswagen nach harten Tarifverhandlungen eine Beschäftigungssicherung für die deutschen Konzernstandorte bis 2030 vereinbart, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Für den Fall, dass VW diese aufkündigt, wurde eine Strafzahlung von einer Milliarde Euro festgelegt.
Quelle: https://orf.at/stories/3435177/
Deutsche Autobranche in Aufruhr
Die deutsche Autobranche befindet sich in Aufruhr. Die Pläne der großen Autohersteller wie VW und Mercedes, die tiefe Krise zu meistern, konzentrieren sich auf Konzernum- und Personalabbau bzw. wie im Fall Mercedes auf längere Arbeitszeit ohne Lohnausgleich. Die zuständige Gewerkschaft IG Metall kündigte einen „heißen Sommer“ an. Einen ersten Vorgeschmack gab es bereits am Freitag bei Mercedes.
Tausende Beschäftigte von Mercedes-Benz gingen am Freitag im deutschen Bundesland Baden-Württemberg gegen die Ausweitung des Sparkurses bei Mercedes auf die Straße. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich rund 33.000 Beschäftigte an dem Protest. Nach Angaben von Mercedes waren es rund 16.000.
Die IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner sagte in Düsseldorf, der Schlüssel für eine starke Autoindustrie liege in Investitionen in zukunftsfeste Produkte, Standorte und Beschäftigte. „Auch von der Politik fordern wir ein klares Signal: Der industrielle Kern dieses Landes darf nicht ausgehöhlt werden. Wir brauchen eine aktive Industriepolitik, die Transformation absichert.“
Gegen unbezahlte Erhöhung der Arbeitszeit
Die Beschäftigten von Mercedes-Benz demonstrierten „gegen eine unbezahlte Erhöhung der Arbeitszeit auf 40 Stunden, Einschnitte bei tariflichen Leistungen, überzogene Dividenden und einen Kürzungskurs des Konzerns auf dem Rücken der Belegschaft“, wie die IG Metall am Freitag weiter mitteilte.
Die Gewerkschaft und der Betriebsrat forderten sichere Arbeitsplätze, Perspektiven für die Standorte sowie unangetastete tarifliche und soziale Sicherheit. Bei Mercedes-Benz in Deutschland arbeiteten Stand Ende 2025 nach Unternehmensangaben rund 164.000 Menschen.
Die Beschäftigten sind mit den Plänen des Vorstands und des Abbaus des Sozialstaats nicht einverstanden“, so Mercedes-Gesamtbetriebsratschef Ergun Lümali anlässlich einer Kundgebung am Freitag in Sindelfingen. Das Management wolle hart erkämpfte Errungenschaften zurückdrehen. Das sei keine Grundlage für weitere Gespräche.
Mercedes sieht China-Geschäft verantwortlich
Mercedes hatte ein Sparprogramm angekündigt, das Unternehmen erwägt längere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Werke. Der Premiumautobauer hatte Ende April seine Bilanz für das erste Quartal vorgelegt – der Gewinn sank um 17 Prozent im Vorjahresvergleich auf 1,43 Milliarden Euro. Mercedes machte vor allem ein schwieriges China-Geschäft dafür verantwortlich.
Gewerkschaft fordert „echte Problemlösung“
Der Protest bei Mercedes ist laut der Gewerkschaft nur der Auftakt für weitere Aktionen. „Die IG Metall und die Beschäftigten der Hersteller und Zulieferer werden den Unternehmenslenkern der Autoindustrie einen heißen Sommer und Herbst bescheren, solange sie weiter auf Arbeitsplatzabbau und Verlagerung setzen, statt echte Problemlösungen zu suchen“, so die Gewerkschaft im Vorfeld des Aktionstags am Freitag.
Eines würden die Entscheider in den Konzernen vergessen, so die IG-Metall: „Die Beschäftigten sind nicht schuld an der Misere.“
Laut Berechnung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY gingen allein im vergangenen Jahr fast 50.000 Jobs in der Autoindustrie deutschlandweit verloren. Seit 2019 wurden demzufolge 111.000 Stellen in der Branche in Deutschland abgebaut.
VW: Ausgliederungen und Personalabbau
Und auch beim bisherigen Aushängeschild der deutschen Autohersteller, Volkswagen, kriselt es gewaltig. Bis zu 100.000 Stellen könnten weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken in Deutschland – Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm – droht die Schließung, wie das „Manager Magazin“ Ende Juni berichtet hatte.
Volkswagen-Chef Oliver Blume geht es auch um die Frage, wie Europas größter Autohersteller in Zukunft organisiert sein soll. Zu dem Plan gehört dem Bericht des „Manager Magazins“ zufolge auch die Überlegung, die Konzernkernmarke Volkswagen ebenso wie die Komponentensparte auszugliedern und in eigene Gesellschaften zu überführen.
Ein Schritt, der Insidern zufolge die Grenzen des VW-Gesetzes austesten dürfte, das dem Land Niedersachsen faktisch weitgehende Mitbestimmungsrechte gibt.
VW-Gesetz: Niedersachsen hat Sperrminorität
Das VW-Gesetz stammt aus dem Jahr 1960. Damals wurde die Volkswagenwerk GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Heute sind in dem Gesetz vor allem zwei Paragrafen relevant: Zum einen ist festgelegt, dass für die „Errichtung und Verlegung von Produktionsstätten“ eine Zweidrittelmehrheit im Aufsichtsrat nötig ist.
Zum anderen müssen diejenigen Beschlüsse der Hauptversammlung, für die nach dem Aktiengesetz eine Dreiviertelmehrheit nötig ist, bei Volkswagen mit vier Fünftel der Stimmen getroffen werden. Faktisch räumt das dem Land Niedersachsen, das 20 Prozent der Aktien hält, eine Sperrminorität ein. Beide Regelungen aus dem Gesetz hat VW auch in seine Satzung übernommen. Zusammen mit den Arbeitnehmervertretern hat das Land Niedersachsen dadurch eine Mehrheit im Aufsichtsrat.
Grüne VW-Aufsichtsrätin: VW muss sich verändern
Mögliche Werksschließungen bei VW in Deutschland stoßen denn auch im Aufsichtsrat des Autokonzerns auf Widerstand. „Einfach nur Werke zu schließen, wäre viel zu kurz gesprungen. Werksschließungen sind keine Zukunftsstrategie“, sagte Niedersachsens Vizeregierungschefin und VW-Aufsichtsrätin Julia Willie Hamburg der dpa.
Niemand stelle den notwendigen Wandel infrage. „Im Gegenteil: Volkswagen muss sich verändern“, so die Grünen-Politikerin. „Aber die Transformation muss den Konzern nachhaltig wettbewerbsfähiger machen und an seine Stärken anknüpfen – nicht seine industrielle Substanz schwächen“, so Hamburg. Die Situation von Volkswagen sei ernst.
Große Strafzahlung bei Schließung vor 2030
Einen kurzfristigen Effekt möglicher Werksschließungen sieht Hamburg dagegen nicht. „Werksschließungen wirken, wenn überhaupt, frühestens 2030. Das ist nicht die Antwort auf die akute Krise, die wir jetzt gerade haben“, sagte sie.
Im Dezember 2024 hatten die Gewerkschaft IG Metall und Volkswagen nach harten Tarifverhandlungen eine Beschäftigungssicherung für die deutschen Konzernstandorte bis 2030 vereinbart, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Für den Fall, dass VW diese aufkündigt, wurde eine Strafzahlung von einer Milliarde Euro festgelegt.
Quelle: https://orf.at/stories/3435177/
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Oweh - VW
Sparplan für VW-Modellpalette
Mit Sorge ist am Donnerstag auf das Ergebnis der Aufsichtsratssitzung von Volkswagen gewartet worden. Konzernchef Oliver Blume stellte dort seinen „Zukunftsplan“ vor. Nach heftigen Protesten wurde am Donnerstag vorerst nur der Rotstift bei der Modellpalette angesetzt, die um bis zu 50 Prozent reduziert werden soll. Im Gespräch sind aber weiterhin ein drastischer Jobabbau und Werksschließungen. Viele Fragen bleiben damit offen.
VW machte am Donnerstagabend nach der Sitzung weiter keine Angaben zu möglichen Werksschließungen und Stellenabbau. Der Konzernvorstand habe dem Aufsichtsrat ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit zwölf Initiativen und das Zielbild 2030 vorgestellt, teilte VW mit.
„Mit unserem Zukunftsplan gehen wir aus eigener Kraft in die nächste Phase der Transformation“, wurde Blume in der Mitteilung zitiert. So solle die Modellpalette schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft werden und die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen um bis zu 75 Prozent sinken.
Weiter nach der Sommerpause
„Wir machen den Volkswagen-Konzern schneller, robuster und wettbewerbsfähiger: durch weniger Komplexität, fokussierte Technologien, eine noch stärkere Ausrichtung von Produkten, Entwicklung und Produktion in den regionalen Märkten, den Abbau von Überkapazitäten, ein gestrafftes Beteiligungsportfolio und deutlich schlankere Strukturen“, erklärte Blume. Konkrete Schritte, wie das erreicht werden soll, nannte das Unternehmen aber nicht. Darüber soll erst nach der Sommerpause im Aufsichtsrat gesprochen werden.
Dort haben auch Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter sowie das Bundesland Niedersachsen, wo der VW-Stammsitz ist, mitzureden. Die beiden Gruppen stellen im Aufsichtsrat gemeinsam die Mehrheit. Das Land ist zudem mit 20 Prozent der Stimmrechte an VW beteiligt.
„Intensive Zeit liegt vor uns“
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies sprach von einer „sehr intensiven“ Sitzung. Der Vorstand habe „ein wirklich breites Paket vorgelegt“, sagte der SPD-Politiker. Daran müsse nun weiter gearbeitet werden. „Da liegt noch eine harte und intensive Zeit vor uns.“ Allerdings räumte er ein: „Tatsächlich ist die Frage, wann Entscheidungen getroffen werden, noch unklar.“
Der Wirtschaftsminister von Niedersachsen, Grant Hendrik Tonne (SPD), forderte von VW Klarheit, Verlässlichkeit und ein tragfähiges Konzept. Es sei die Aufgabe des Vorstands, zügig ein schlüssiges Gesamtkonzept auf den Tisch zu legen, sagte er gegenüber NDR Info: „Das ist es bisher nicht, und deswegen ist die Verunsicherung mit den Händen greifbar.“
Vier Werke gefährdet
Werksschließungen und Stellenstreichungen dürften weiterhin Teil der Neuausrichtung unter Blume sein. Volkswagen richte sich darauf ein, künftig im Jahr nur noch neun Millionen Fahrzeuge zu bauen – vor der Pandemie waren es noch zwölf Millionen. In den vergangenen zwei Jahren sei die Kapazität bereits um zwei Millionen reduziert worden.
Nach Medienberichten stehen zudem vier Werke in Deutschland zur Disposition: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm. Laut „Manager Magazin“ könnten zudem bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant.
„Trotz der erzielten Fortschritte reichen im aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld die bislang geplanten Kostensenkungen aus den vereinbarten Programmen nicht aus“, sagte Finanzvorstand Arno Antlitz am Donnerstag.
Ultimatum des Betriebsrats
Betriebsratschefin Daniela Cavallo zeigte sich nach der Sitzung erbost. Sie forderte Blume auf, am Freitag der Belegschaft gegenüber Stellung zu beziehen und sich unmissverständlich zu den Gerüchten zu äußern.
Komme der Konzernchef der Aufforderung nicht nach, werde es nach der Sommerpause „VW-weit und zeitgleich außerordentliche Betriebsversammlungen“ geben, „um die Vorstände dort ans Mikrofon zu zitieren“, erklärte der Betriebsrat. Cavallo betonte, dass es keine Werksschließungen geben und Stellenabbau nur auf freiwilliger Basis und sozialverträglich ablaufen dürfe.
Proteste an mehreren Standorten
Die Sitzung wurde begleitet von lautem Protest der Gewerkschaft. An mehr als einem Dutzend Standorten gab es Proteste gegen die Sparpläne. In Wolfsburg kamen rund 500 Personen zu einer Kundgebung direkt am Vorstandshochhaus, in dem sich der Aufsichtsrat traf.
In Emden zählte die IG Metall sogar 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Weitere Aktionen gab es in Neckarsulm, Braunschweig, Stuttgart, Hannover, Kassel, Chemnitz, Dresden, Zwickau, Leipzig, München, Nürnberg, Salzgitter und Osnabrück.
Die IG Metall hatte bereits zuvor angekündigt, sie werde den Druck in der zweiten Jahreshälfte notfalls weiter erhöhen, sollte der Vorstand an seinen Plänen festhalten. Weitere Aktionstage an den deutschen Standorten seien in den kommenden Monaten nicht ausgeschlossen.
Quelle: https://orf.at/stories/3435738/
Werden sehr harte Zeiten für die österreichische Zulieferindustrie.
Mit Sorge ist am Donnerstag auf das Ergebnis der Aufsichtsratssitzung von Volkswagen gewartet worden. Konzernchef Oliver Blume stellte dort seinen „Zukunftsplan“ vor. Nach heftigen Protesten wurde am Donnerstag vorerst nur der Rotstift bei der Modellpalette angesetzt, die um bis zu 50 Prozent reduziert werden soll. Im Gespräch sind aber weiterhin ein drastischer Jobabbau und Werksschließungen. Viele Fragen bleiben damit offen.
VW machte am Donnerstagabend nach der Sitzung weiter keine Angaben zu möglichen Werksschließungen und Stellenabbau. Der Konzernvorstand habe dem Aufsichtsrat ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit zwölf Initiativen und das Zielbild 2030 vorgestellt, teilte VW mit.
„Mit unserem Zukunftsplan gehen wir aus eigener Kraft in die nächste Phase der Transformation“, wurde Blume in der Mitteilung zitiert. So solle die Modellpalette schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft werden und die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen um bis zu 75 Prozent sinken.
Weiter nach der Sommerpause
„Wir machen den Volkswagen-Konzern schneller, robuster und wettbewerbsfähiger: durch weniger Komplexität, fokussierte Technologien, eine noch stärkere Ausrichtung von Produkten, Entwicklung und Produktion in den regionalen Märkten, den Abbau von Überkapazitäten, ein gestrafftes Beteiligungsportfolio und deutlich schlankere Strukturen“, erklärte Blume. Konkrete Schritte, wie das erreicht werden soll, nannte das Unternehmen aber nicht. Darüber soll erst nach der Sommerpause im Aufsichtsrat gesprochen werden.
Dort haben auch Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter sowie das Bundesland Niedersachsen, wo der VW-Stammsitz ist, mitzureden. Die beiden Gruppen stellen im Aufsichtsrat gemeinsam die Mehrheit. Das Land ist zudem mit 20 Prozent der Stimmrechte an VW beteiligt.
„Intensive Zeit liegt vor uns“
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies sprach von einer „sehr intensiven“ Sitzung. Der Vorstand habe „ein wirklich breites Paket vorgelegt“, sagte der SPD-Politiker. Daran müsse nun weiter gearbeitet werden. „Da liegt noch eine harte und intensive Zeit vor uns.“ Allerdings räumte er ein: „Tatsächlich ist die Frage, wann Entscheidungen getroffen werden, noch unklar.“
Der Wirtschaftsminister von Niedersachsen, Grant Hendrik Tonne (SPD), forderte von VW Klarheit, Verlässlichkeit und ein tragfähiges Konzept. Es sei die Aufgabe des Vorstands, zügig ein schlüssiges Gesamtkonzept auf den Tisch zu legen, sagte er gegenüber NDR Info: „Das ist es bisher nicht, und deswegen ist die Verunsicherung mit den Händen greifbar.“
Vier Werke gefährdet
Werksschließungen und Stellenstreichungen dürften weiterhin Teil der Neuausrichtung unter Blume sein. Volkswagen richte sich darauf ein, künftig im Jahr nur noch neun Millionen Fahrzeuge zu bauen – vor der Pandemie waren es noch zwölf Millionen. In den vergangenen zwei Jahren sei die Kapazität bereits um zwei Millionen reduziert worden.
Nach Medienberichten stehen zudem vier Werke in Deutschland zur Disposition: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm. Laut „Manager Magazin“ könnten zudem bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant.
„Trotz der erzielten Fortschritte reichen im aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld die bislang geplanten Kostensenkungen aus den vereinbarten Programmen nicht aus“, sagte Finanzvorstand Arno Antlitz am Donnerstag.
Ultimatum des Betriebsrats
Betriebsratschefin Daniela Cavallo zeigte sich nach der Sitzung erbost. Sie forderte Blume auf, am Freitag der Belegschaft gegenüber Stellung zu beziehen und sich unmissverständlich zu den Gerüchten zu äußern.
Komme der Konzernchef der Aufforderung nicht nach, werde es nach der Sommerpause „VW-weit und zeitgleich außerordentliche Betriebsversammlungen“ geben, „um die Vorstände dort ans Mikrofon zu zitieren“, erklärte der Betriebsrat. Cavallo betonte, dass es keine Werksschließungen geben und Stellenabbau nur auf freiwilliger Basis und sozialverträglich ablaufen dürfe.
Proteste an mehreren Standorten
Die Sitzung wurde begleitet von lautem Protest der Gewerkschaft. An mehr als einem Dutzend Standorten gab es Proteste gegen die Sparpläne. In Wolfsburg kamen rund 500 Personen zu einer Kundgebung direkt am Vorstandshochhaus, in dem sich der Aufsichtsrat traf.
In Emden zählte die IG Metall sogar 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Weitere Aktionen gab es in Neckarsulm, Braunschweig, Stuttgart, Hannover, Kassel, Chemnitz, Dresden, Zwickau, Leipzig, München, Nürnberg, Salzgitter und Osnabrück.
Die IG Metall hatte bereits zuvor angekündigt, sie werde den Druck in der zweiten Jahreshälfte notfalls weiter erhöhen, sollte der Vorstand an seinen Plänen festhalten. Weitere Aktionstage an den deutschen Standorten seien in den kommenden Monaten nicht ausgeschlossen.
Quelle: https://orf.at/stories/3435738/
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Oweh - VW
Ich glaube, jetzt ist' s wirklich aus...
Produzieren für China?
Rütteln an Tabu in der Autoindustrie
Die europäische Autoindustrie steckt in einer tiefen Krise. Der größte Hersteller Volkswagen (VW) streicht seine Modellpalette zusammen, wie der deutsche Konzern am Donnerstag mitgeteilt hatte. Weitere Sparmaßnahmen, die Streichung Zehntausender Stellen und Werksschließungen sind im Gespräch. Viele Fragen dazu blieben bisher offen. Die Lage ist jedenfalls ernst genug für einen möglichen Tabubruch: produzieren in Europa für den Rivalen China.
Knackpunkt Auslastung
Gleichfalls noch vor den Hiobsbotschaften aus dem Haus VW hatte am Mittwoch der deutsche Nachrichtensender NTV das Stichwort Auslastung aufgegriffen und die Frage gestellt: „Produzieren Chinesen bald in deutschen Werken?“ Personalabbau allein „löst die Krise nicht“, hinter den Kulissen gewinne deshalb diese „Idee an Gewicht, die lange undenkbar schien“. E-Autos chinesischer Hersteller „könnten künftig in deutschen Fabriken gebaut werden“.
Europas Autohersteller kämpfen mit einer Strukturkrise. Die Umstellung auf E-Mobilität kostet viel Geld, die Nachfrage liegt hinter den Erwartungen, chinesische Hersteller bauen ihre Präsenz in Europa aus. Der chinesische E-Auto-Hersteller Xpeng etwa lässt ein weiteres, viertes Modell bei Magna Steyr im Graz fertigen, wie im April bekanntwurde. Im Mai hieß es, der Konzern spreche mit VW über den Kauf eines Werks in Europa. Seit 2023 ist VW an Xpeng beteiligt.
Vor wenigen Jahren noch „tabu“
Vor diesem Hintergrund habe sich „die Diskussion grundlegend verändert“, hieß es in dem NTV-Bericht. „Und damit gewinnt ein Szenario an Bedeutung, das noch vor wenigen Jahren als Tabu galt: Deutsche Werke könnten künftig Fahrzeuge chinesischer Hersteller oder chinesisch entwickelte Modelle produzieren.“
VW-Vorstandschef Oliver Blume selbst habe im Frühjahr die Frage gestellt, „ob eine Fertigung chinesischer Fahrzeuge in europäischen VW-Werken grundsätzlich denkbar sei“. Später habe der deutsche Konzern diese Frage wieder relativiert, doch „die wirtschaftliche Realität verschärft den Handlungsdruck“. Auch die deutsche Politik befasse sich inzwischen mit der Frage, berichtete NTV. „Bevor Fabriken geschlossen werden, könnten freie Kapazitäten mit neuen Produkten ausgelastet werden.“
„Made in Germany gibt es nicht mehr“
Auch der deutsche „Autopapst“ Ferdinand Dudenhöffer hält entsprechende Pläne für realistisch, wie NTV berichtete. Preis und Technologie seien bei VW wettbewerbsfähig, vor allem die Kooperation mit Xpeng „eröffne Volkswagen neue Möglichkeiten“.
Die Firmen arbeiten bereits in der Fahrzeug- und Softwareentwicklung zusammen. Künftig könnten auch chinesische E-Autos für den europäischen Markt an deutschen Standorten gebaut werden. Das könne Arbeitsplätze in Deutschland sichern, auch wenn der Großteil der Wertschöpfung in China bleibe.
Die Frage bleibt aber, wie nachhaltig dieses Modell wäre. Deutschland hat hohe Lohnstückkosten, sei kaum konkurrenzfähig, so Dudenhöffer. Chinesische Hersteller wie BYD setzen daher auf günstigere Standorte in Ungarn und der Türkei. In puncto Technik seien chinesische E-Auto-Hersteller außerdem längst nicht mehr unterlegen, im Gegenteil. Der schmerzliche Befund für Deutschland: „Deutsche Ingenieurskunst und Made in Germany gibt es nicht mehr.“
Absatz bei VW weiter zurückgegangen
Bei VW ging der Absatz im zweiten Quartal 2026 um fast neun Prozent zurück. Der deutsche Konzern verkaufte weltweit 2,1 Millionen Fahrzeuge. Die stärksten Rückgänge verzeichneten Porsche und die Kernmarke VW, bei Audi fiel das Minus etwas geringer aus, Skoda lag mit fünf Prozent im Plus. In China brach der Absatz um mehr als 36 Prozent ein, in Nordamerika und Europa gab es ein Plus. Auch die Nachfrage nach neuen E-Modellen stieg.
Im Aufsichtsrat fiel das Sparpaket der Konzernspitze am Donnerstag laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ durch. Vorstandschef Blume bekräftigte in einer Stellungnahme am Freitag, den Umbau bei VW fortsetzen zu wollen. „Mit unserem Zukunftsplan stellen wir den Konzern auch in einem global massiv herausfordernden Umfeld noch robuster und wettbewerbsfähiger auf.“
Er sprach von der „umfassendsten Neuausrichtung der Konzerngeschichte“. Der Vorstand übernehme damit „Verantwortung für die nachhaltige Zukunft des Unternehmens – in einer Zeit, in der die Automobilindustrie weltweit stark unter Druck steht“.
Auch österreichische Zulieferer betroffen
Die Krise der deutschen Autobauer strahlt auch negativ auf die Zulieferer aus Österreich aus. „Die Verunsicherung ist natürlich da“, so Martin Ohneberg, Geschäftsführer des Vorarlberger Unternehmens HENN, spezialisiert auf Kupplungssysteme und Steckverbindungen, im Ö1-Mittagsjournal. Nicht nur wegen der Krise im Automobilsektor, sondern generell aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation.
Sein Unternehmen versuche, sich breiter aufzustellen, Wachstumsfelder außerhalb der Fahrzeugindustrie zu erschließen. In Österreich arbeiten bis zu 130 Unternehmen allein für VW. Laut Ö1 könnte die Krise in Deutschland in Österreich bis zu 20.000 Jobs kosten, bei insgesamt rund 75.000 Beschäftigten in der Zulieferindustrie.
Quelle: https://orf.at/stories/3435810/
Produzieren für China?
Rütteln an Tabu in der Autoindustrie
Die europäische Autoindustrie steckt in einer tiefen Krise. Der größte Hersteller Volkswagen (VW) streicht seine Modellpalette zusammen, wie der deutsche Konzern am Donnerstag mitgeteilt hatte. Weitere Sparmaßnahmen, die Streichung Zehntausender Stellen und Werksschließungen sind im Gespräch. Viele Fragen dazu blieben bisher offen. Die Lage ist jedenfalls ernst genug für einen möglichen Tabubruch: produzieren in Europa für den Rivalen China.
Knackpunkt Auslastung
Gleichfalls noch vor den Hiobsbotschaften aus dem Haus VW hatte am Mittwoch der deutsche Nachrichtensender NTV das Stichwort Auslastung aufgegriffen und die Frage gestellt: „Produzieren Chinesen bald in deutschen Werken?“ Personalabbau allein „löst die Krise nicht“, hinter den Kulissen gewinne deshalb diese „Idee an Gewicht, die lange undenkbar schien“. E-Autos chinesischer Hersteller „könnten künftig in deutschen Fabriken gebaut werden“.
Europas Autohersteller kämpfen mit einer Strukturkrise. Die Umstellung auf E-Mobilität kostet viel Geld, die Nachfrage liegt hinter den Erwartungen, chinesische Hersteller bauen ihre Präsenz in Europa aus. Der chinesische E-Auto-Hersteller Xpeng etwa lässt ein weiteres, viertes Modell bei Magna Steyr im Graz fertigen, wie im April bekanntwurde. Im Mai hieß es, der Konzern spreche mit VW über den Kauf eines Werks in Europa. Seit 2023 ist VW an Xpeng beteiligt.
Vor wenigen Jahren noch „tabu“
Vor diesem Hintergrund habe sich „die Diskussion grundlegend verändert“, hieß es in dem NTV-Bericht. „Und damit gewinnt ein Szenario an Bedeutung, das noch vor wenigen Jahren als Tabu galt: Deutsche Werke könnten künftig Fahrzeuge chinesischer Hersteller oder chinesisch entwickelte Modelle produzieren.“
VW-Vorstandschef Oliver Blume selbst habe im Frühjahr die Frage gestellt, „ob eine Fertigung chinesischer Fahrzeuge in europäischen VW-Werken grundsätzlich denkbar sei“. Später habe der deutsche Konzern diese Frage wieder relativiert, doch „die wirtschaftliche Realität verschärft den Handlungsdruck“. Auch die deutsche Politik befasse sich inzwischen mit der Frage, berichtete NTV. „Bevor Fabriken geschlossen werden, könnten freie Kapazitäten mit neuen Produkten ausgelastet werden.“
„Made in Germany gibt es nicht mehr“
Auch der deutsche „Autopapst“ Ferdinand Dudenhöffer hält entsprechende Pläne für realistisch, wie NTV berichtete. Preis und Technologie seien bei VW wettbewerbsfähig, vor allem die Kooperation mit Xpeng „eröffne Volkswagen neue Möglichkeiten“.
Die Firmen arbeiten bereits in der Fahrzeug- und Softwareentwicklung zusammen. Künftig könnten auch chinesische E-Autos für den europäischen Markt an deutschen Standorten gebaut werden. Das könne Arbeitsplätze in Deutschland sichern, auch wenn der Großteil der Wertschöpfung in China bleibe.
Die Frage bleibt aber, wie nachhaltig dieses Modell wäre. Deutschland hat hohe Lohnstückkosten, sei kaum konkurrenzfähig, so Dudenhöffer. Chinesische Hersteller wie BYD setzen daher auf günstigere Standorte in Ungarn und der Türkei. In puncto Technik seien chinesische E-Auto-Hersteller außerdem längst nicht mehr unterlegen, im Gegenteil. Der schmerzliche Befund für Deutschland: „Deutsche Ingenieurskunst und Made in Germany gibt es nicht mehr.“
Absatz bei VW weiter zurückgegangen
Bei VW ging der Absatz im zweiten Quartal 2026 um fast neun Prozent zurück. Der deutsche Konzern verkaufte weltweit 2,1 Millionen Fahrzeuge. Die stärksten Rückgänge verzeichneten Porsche und die Kernmarke VW, bei Audi fiel das Minus etwas geringer aus, Skoda lag mit fünf Prozent im Plus. In China brach der Absatz um mehr als 36 Prozent ein, in Nordamerika und Europa gab es ein Plus. Auch die Nachfrage nach neuen E-Modellen stieg.
Im Aufsichtsrat fiel das Sparpaket der Konzernspitze am Donnerstag laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ durch. Vorstandschef Blume bekräftigte in einer Stellungnahme am Freitag, den Umbau bei VW fortsetzen zu wollen. „Mit unserem Zukunftsplan stellen wir den Konzern auch in einem global massiv herausfordernden Umfeld noch robuster und wettbewerbsfähiger auf.“
Er sprach von der „umfassendsten Neuausrichtung der Konzerngeschichte“. Der Vorstand übernehme damit „Verantwortung für die nachhaltige Zukunft des Unternehmens – in einer Zeit, in der die Automobilindustrie weltweit stark unter Druck steht“.
Auch österreichische Zulieferer betroffen
Die Krise der deutschen Autobauer strahlt auch negativ auf die Zulieferer aus Österreich aus. „Die Verunsicherung ist natürlich da“, so Martin Ohneberg, Geschäftsführer des Vorarlberger Unternehmens HENN, spezialisiert auf Kupplungssysteme und Steckverbindungen, im Ö1-Mittagsjournal. Nicht nur wegen der Krise im Automobilsektor, sondern generell aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation.
Sein Unternehmen versuche, sich breiter aufzustellen, Wachstumsfelder außerhalb der Fahrzeugindustrie zu erschließen. In Österreich arbeiten bis zu 130 Unternehmen allein für VW. Laut Ö1 könnte die Krise in Deutschland in Österreich bis zu 20.000 Jobs kosten, bei insgesamt rund 75.000 Beschäftigten in der Zulieferindustrie.
Quelle: https://orf.at/stories/3435810/
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VW-Chef sieht „intelligentere Lösungen“ als Werksschließungen
Im Ringen um die Zukunft Zehntausender Arbeitsplätze beim deutschen Volkswagen-Konzern will Vorstandschef Oliver Blume nach eigenen Angaben Werksschließungen vermeiden.
„Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Als gefährdet gelten die Werke in Zwickau und Emden, das Audi-Werk in Neckarsulm und das Nutzfahrzeugwerk in Hannover.
Einsparungen an deutschen Produktionsstandorten zeigen laut Blume bereits Wirkung: „Unsere Fabrikkosten in Deutschland konnten wir allein im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent verbessern. Ein starker Fortschritt.“ Das Unternehmen müsse Kosten weiter senken.
Modellpalette wird reduziert
Positiv äußerte sich Blume über die neue Elektroflotte: „Von unserer neuen Einstiegsfamilie um den ID. Polo haben wir über 50.000 Autos in den ersten vier Wochen verkauft.“ Sorgen bereitet dem VW-Chef die Weltlage: „Unser Umfeld war noch nie so anspruchsvoll und risikobehaftet wie heute. Geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren, Regulatorik, Marktumbrüche und intensive Konkurrenz.“
Blume hatte bereits angekündigt, die Produktionskapazität bis 2030 um eine Million auf neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr zu senken. Die Zahl der Modelle soll bis 2035 um die Hälfte reduziert werden, um kostengünstiger und effizienter produzieren zu können. Die Marken sollen sich weniger überlappen – Modelle von VW, Skoda und Seat etwa machen einander gegenseitig Konkurrenz. In den Werken in Zwickau, Emden, Neckarsulm und Hannover arbeiten 40.000 Menschen.
Quelle: https://orf.at/stories/3435966/
Im Ringen um die Zukunft Zehntausender Arbeitsplätze beim deutschen Volkswagen-Konzern will Vorstandschef Oliver Blume nach eigenen Angaben Werksschließungen vermeiden.
„Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Als gefährdet gelten die Werke in Zwickau und Emden, das Audi-Werk in Neckarsulm und das Nutzfahrzeugwerk in Hannover.
Einsparungen an deutschen Produktionsstandorten zeigen laut Blume bereits Wirkung: „Unsere Fabrikkosten in Deutschland konnten wir allein im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent verbessern. Ein starker Fortschritt.“ Das Unternehmen müsse Kosten weiter senken.
Modellpalette wird reduziert
Positiv äußerte sich Blume über die neue Elektroflotte: „Von unserer neuen Einstiegsfamilie um den ID. Polo haben wir über 50.000 Autos in den ersten vier Wochen verkauft.“ Sorgen bereitet dem VW-Chef die Weltlage: „Unser Umfeld war noch nie so anspruchsvoll und risikobehaftet wie heute. Geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren, Regulatorik, Marktumbrüche und intensive Konkurrenz.“
Blume hatte bereits angekündigt, die Produktionskapazität bis 2030 um eine Million auf neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr zu senken. Die Zahl der Modelle soll bis 2035 um die Hälfte reduziert werden, um kostengünstiger und effizienter produzieren zu können. Die Marken sollen sich weniger überlappen – Modelle von VW, Skoda und Seat etwa machen einander gegenseitig Konkurrenz. In den Werken in Zwickau, Emden, Neckarsulm und Hannover arbeiten 40.000 Menschen.
Quelle: https://orf.at/stories/3435966/
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Oweh - VW
Jobabbau: VW-Chef Blume spricht von 50.000 Stellen
Der Chef des Volkswagen-Konzerns, Oliver Blume, hat sich erstmals öffentlich konkreter zu möglichen weiteren Stellenstreichungen geäußert. In einem im Intranet des Konzerns veröffentlichten Interview, das der Nachrichtenagentur AFP heute vorlag, sprach Blume gestern von 50.000 Stellen weltweit.
Bei den Kosten für Verwaltung, Infrastruktur und Unterstützung des Kerngeschäfts habe VW im Vergleich zum Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen „einen Nachteil von rund 20 Prozent“, sagte Blume. „Da die Hälfte der Gemeinkosten aus den Personalkosten resultiert, würde eine theoretische Ableitung ohne Veränderung der Arbeitskosten rund 50.000 Stellen weltweit ergeben.“
Es werde auch geprüft, wie die Arbeitskosten gesenkt werden können. VW hatte bereits einen Stellenabbau bis 2030 im Umfang von 50.000 angekündigt. Dieser Abbau werde derzeit umgesetzt, er geschehe „sozialverträglich, freiwillig“ und „vor allem über Altersteilzeitregelungen“, sagte Blume in dem Interview.
Quelle: https://www.orf.at//stories/3436104/
Wird nicht reichen. Ich tippe auf 4 Werksschließungen in Kürze und die Streichung von 100.000 Arbeitsplätzen. Sehen wir ganz einfach mal der (äußerst harten) Realität ins Auge.
Der Chef des Volkswagen-Konzerns, Oliver Blume, hat sich erstmals öffentlich konkreter zu möglichen weiteren Stellenstreichungen geäußert. In einem im Intranet des Konzerns veröffentlichten Interview, das der Nachrichtenagentur AFP heute vorlag, sprach Blume gestern von 50.000 Stellen weltweit.
Bei den Kosten für Verwaltung, Infrastruktur und Unterstützung des Kerngeschäfts habe VW im Vergleich zum Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen „einen Nachteil von rund 20 Prozent“, sagte Blume. „Da die Hälfte der Gemeinkosten aus den Personalkosten resultiert, würde eine theoretische Ableitung ohne Veränderung der Arbeitskosten rund 50.000 Stellen weltweit ergeben.“
Es werde auch geprüft, wie die Arbeitskosten gesenkt werden können. VW hatte bereits einen Stellenabbau bis 2030 im Umfang von 50.000 angekündigt. Dieser Abbau werde derzeit umgesetzt, er geschehe „sozialverträglich, freiwillig“ und „vor allem über Altersteilzeitregelungen“, sagte Blume in dem Interview.
Quelle: https://www.orf.at//stories/3436104/
Wird nicht reichen. Ich tippe auf 4 Werksschließungen in Kürze und die Streichung von 100.000 Arbeitsplätzen. Sehen wir ganz einfach mal der (äußerst harten) Realität ins Auge.
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