VW-Aufsichtsrat beschließt Sparmaßnahmen
Der VW-Aufsichtsrat hat sich heute überraschend auf Sparmaßnahmen geeinigt. Der „Zukunftsplan 2030“ sei am Abend einstimmig beschlossen worden, teilte der Konzern im deutschen Wolfsburg mit.
Vier Werke stehen auf der Kippe – für die Standorte Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm könne keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 gewährleistet werden, teilte VW mit. Für diese Werke würden „parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft“, hieß es.
Auch dürfte der Konzern wohl in den kommenden Jahren weitere 50.000 Stellen streichen. Diese Anpassung der weltweiten Personalkapazitäten sei notwendig, um die Ziele des Transformationsprogramms zu erreichen, teilte VW mit.
Quelle: https://orf.at/stories/3441138/
Oweh - VW
Moderator: superbee
- frontpushbar
- Pro Stock

- Beiträge: 2421
- Registriert: Dienstag 10. Januar 2006, 19:07
- Wohnort: Home is where we park it.
Oweh - VW
Ford Crown Victoria P71 Police Interceptor
GMC Safari Gulf Stream High Top Conversion Van
GMC Revcon Slant Nose Class A Motorhome
GMC Safari Gulf Stream High Top Conversion Van
GMC Revcon Slant Nose Class A Motorhome
- frontpushbar
- Pro Stock

- Beiträge: 2421
- Registriert: Dienstag 10. Januar 2006, 19:07
- Wohnort: Home is where we park it.
Oweh - VW
Weitere 50.000 Jobs sollen wegfallen
Völlig überraschend und einen Tag vor der ursprünglich geplanten Aufsichtsratssitzung hat sich der größte europäische Autokonzern Volkswagen Donnerstagabend auf einschneidende Sparmaßnahmen geeinigt. Der Aufsichtsrat stimmte dem Sanierungsplan („Zukunftsplan 2030“) des Konzernvorstands zu. Damit wurde die Streichung von 50.000 weiteren Stellen in den kommenden Jahren angekündigt.
Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Group, Oliver Blume, sprach von einem „starken Signal für die Zukunft des Volkswagenkonzerns“. Man übernehme „Verantwortung für unser gesamtes Team, für unsere Partner und für Industriearbeitsplätze weltweit“, fuhr er fort. In den kommenden Jahren werde „eine dreistellige Milliardensumme“ investiert.
Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch sagte, der Aufsichtsrat sei überzeugt davon, dass mit der Umsetzung des Sanierungsplans die dauerhafte Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen gesichert werde. Betriebsratschefin Daniela Cavallo erklärte, der Zukunftsplan sei eine Notwendigkeit, um den Konzern erfolgreich ins nächste Jahrzehnt zu führen.
Vier Werke auf der Kippe
Der „Zukunftsplan 2030“ ist ein Plan für weniger Arbeitsplätze im Konzern: Die „konzernweite Anpassung der Beschäftigtenzahl in Höhe von rund 50.000 abzubauenden Stellen“ kommt zusätzlich zu dem bereits vereinbarten Abbau von 50.000 Stellen. Zudem sollen die Werkskapazitäten in Europa um 500.000 Fahrzeuge jährlich gesenkt werden.
Auch Werksschließungen bringt der Plan wohl mit sich: Der Aufsichtsrat habe zur Kenntnis genommen, dass für die Werke in Neckarsulm, Zwickau, Emden und Hannover ab 2031 bis 2034 keine Folgebelegung gewährleistet werden könne, hieß es. „Für diese Werke werden parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft.“
Rotstift bei Modellpalette
Auch bei der Modellpalette soll der Rotstift angesetzt werden. Die Zahl der Modelle soll bis 2035 um die Hälfte sinken. Dabei fallen zum einen Modelle aus dem Programm, die nur selten verkauft werden, so hatte VW etwa den Touran vom Markt genommen. Dazu kommen Verbrenner, die in der EU ab 2035 kaum noch verkauft werden dürfen. Zusätzlich soll auch die Komplexität um 75 Prozent reduziert werden, etwa durch den Einsatz gleicher Teile.
Bei Investitionen will der Konzern zügeln. Von 2027 bis 2031 sind Investitionen von 135 Milliarden Euro geplant, das sind rund 30 Milliarden Euro weniger als in den fünf Jahren bis 2030. Ziel ist es, die Rendite bis 2030 auf neun Prozent zu steigern, von 3,8 Prozent im ersten Halbjahr 2026. Das entspreche einem operativen Ergebnis von rund 31 Milliarden Euro. Über Details zu den konkreten Investitionen muss allerdings der Aufsichtsrat noch abstimmen.
Beteiligungen verschlanken
Auch seine Beteiligungen will Volkswagen verschlanken und sich von weiteren Anteilen trennen. Zuletzt hatte VW gut die Hälfte des Schiffsmotorenbauers Everllence an die US-Beteiligungsgesellschaft Bain verkauft. Zugleich will Volkswagen schneller werden. Dazu sollen verschiedene Bereiche wie Entwicklung, Produktion, Beschaffung, Qualitätssicherung und Vertrieb enger zusammenarbeiten.
Das Unternehmen verspricht sich davon eine höhere Effizienz, bessere Abläufe, mehr Geschwindigkeit und eine spürbare Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Ein wichtiger Aspekt dabei ist eine schlankere Führungsstruktur. Die Führungskräfte sollen zudem anhand eines einheitlichen Bonussystems gemessen werden.
Nordamerika-Geschäft als Hoffnungsträger
Wachstum verspricht sich das Unternehmen dafür vom Nordamerika-Geschäft. Geplant sind unter anderem ein Pick-up und ein SUV, die im US-Werk Chattanooga gebaut werden sollen. So konzentriere sich das Unternehmen auf die profitabelsten Segmente. Das derzeit kriselnde China-Geschäft werde an die veränderte Erwartung an das Gesamtwachstum des Marktes angepasst. VW-Autos aus China sollen in den „Globalen Süden“ exportiert werden.
Strittige Konzernstruktur
Der strittigste Punkt im Vorfeld waren Pläne des Vorstands, die Marke Volkswagen aus dem Konzern herauszulösen. Das wurde als Angriff auf das VW-Gesetz verstanden. Zu dem Punkt heißt es nun, dass der Aufsichtsrat den Vorstand bitte, ein Modell für eine „fortentwickelte Entscheidungs- und Konzernstruktur“ zu entwickeln, die eine „klare Zuordnung der Verantwortlichkeiten und eine schnellere, effizientere und moderne Konzernsteuerung“ ermögliche.
Die Arbeitnehmervertreter erklärten dazu, dass eine Ausgliederung der Kernmarke VW und der Komponentensparte damit vom Tisch und der Angriff auf die Mitbestimmungsstrukturen erfolgreich abgewehrt worden sei. Doch soll der Aufsichtsrat seine Zustimmungsvorbehalte auf Maßnahmen von wesentlicher Bedeutung für den Gesamtkonzern beschränken. Derzeit muss das Gremium allen Investitionen von mehr als 50 Millionen Euro zustimmen.
Keine weitere Sitzung
Vor zwei Monaten waren die Spar- und Zukunftspläne des Vorstands erstmals im Aufsichtsrat behandelt worden – und dort am Widerstand der Arbeitnehmer und des Landes gescheitert. Nach der überraschenden Einigung im Aufsichtsrat wird es nun am Freitag keine weitere Sitzung geben. Der Termin für das Kontrollgremium sei kurzfristig vorverlegt worden und man habe bereits am Donnerstag getagt, hieß es.
Quelle: https://orf.at/stories/3441141/
Völlig überraschend und einen Tag vor der ursprünglich geplanten Aufsichtsratssitzung hat sich der größte europäische Autokonzern Volkswagen Donnerstagabend auf einschneidende Sparmaßnahmen geeinigt. Der Aufsichtsrat stimmte dem Sanierungsplan („Zukunftsplan 2030“) des Konzernvorstands zu. Damit wurde die Streichung von 50.000 weiteren Stellen in den kommenden Jahren angekündigt.
Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Group, Oliver Blume, sprach von einem „starken Signal für die Zukunft des Volkswagenkonzerns“. Man übernehme „Verantwortung für unser gesamtes Team, für unsere Partner und für Industriearbeitsplätze weltweit“, fuhr er fort. In den kommenden Jahren werde „eine dreistellige Milliardensumme“ investiert.
Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch sagte, der Aufsichtsrat sei überzeugt davon, dass mit der Umsetzung des Sanierungsplans die dauerhafte Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen gesichert werde. Betriebsratschefin Daniela Cavallo erklärte, der Zukunftsplan sei eine Notwendigkeit, um den Konzern erfolgreich ins nächste Jahrzehnt zu führen.
Vier Werke auf der Kippe
Der „Zukunftsplan 2030“ ist ein Plan für weniger Arbeitsplätze im Konzern: Die „konzernweite Anpassung der Beschäftigtenzahl in Höhe von rund 50.000 abzubauenden Stellen“ kommt zusätzlich zu dem bereits vereinbarten Abbau von 50.000 Stellen. Zudem sollen die Werkskapazitäten in Europa um 500.000 Fahrzeuge jährlich gesenkt werden.
Auch Werksschließungen bringt der Plan wohl mit sich: Der Aufsichtsrat habe zur Kenntnis genommen, dass für die Werke in Neckarsulm, Zwickau, Emden und Hannover ab 2031 bis 2034 keine Folgebelegung gewährleistet werden könne, hieß es. „Für diese Werke werden parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft.“
Rotstift bei Modellpalette
Auch bei der Modellpalette soll der Rotstift angesetzt werden. Die Zahl der Modelle soll bis 2035 um die Hälfte sinken. Dabei fallen zum einen Modelle aus dem Programm, die nur selten verkauft werden, so hatte VW etwa den Touran vom Markt genommen. Dazu kommen Verbrenner, die in der EU ab 2035 kaum noch verkauft werden dürfen. Zusätzlich soll auch die Komplexität um 75 Prozent reduziert werden, etwa durch den Einsatz gleicher Teile.
Bei Investitionen will der Konzern zügeln. Von 2027 bis 2031 sind Investitionen von 135 Milliarden Euro geplant, das sind rund 30 Milliarden Euro weniger als in den fünf Jahren bis 2030. Ziel ist es, die Rendite bis 2030 auf neun Prozent zu steigern, von 3,8 Prozent im ersten Halbjahr 2026. Das entspreche einem operativen Ergebnis von rund 31 Milliarden Euro. Über Details zu den konkreten Investitionen muss allerdings der Aufsichtsrat noch abstimmen.
Beteiligungen verschlanken
Auch seine Beteiligungen will Volkswagen verschlanken und sich von weiteren Anteilen trennen. Zuletzt hatte VW gut die Hälfte des Schiffsmotorenbauers Everllence an die US-Beteiligungsgesellschaft Bain verkauft. Zugleich will Volkswagen schneller werden. Dazu sollen verschiedene Bereiche wie Entwicklung, Produktion, Beschaffung, Qualitätssicherung und Vertrieb enger zusammenarbeiten.
Das Unternehmen verspricht sich davon eine höhere Effizienz, bessere Abläufe, mehr Geschwindigkeit und eine spürbare Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Ein wichtiger Aspekt dabei ist eine schlankere Führungsstruktur. Die Führungskräfte sollen zudem anhand eines einheitlichen Bonussystems gemessen werden.
Nordamerika-Geschäft als Hoffnungsträger
Wachstum verspricht sich das Unternehmen dafür vom Nordamerika-Geschäft. Geplant sind unter anderem ein Pick-up und ein SUV, die im US-Werk Chattanooga gebaut werden sollen. So konzentriere sich das Unternehmen auf die profitabelsten Segmente. Das derzeit kriselnde China-Geschäft werde an die veränderte Erwartung an das Gesamtwachstum des Marktes angepasst. VW-Autos aus China sollen in den „Globalen Süden“ exportiert werden.
Strittige Konzernstruktur
Der strittigste Punkt im Vorfeld waren Pläne des Vorstands, die Marke Volkswagen aus dem Konzern herauszulösen. Das wurde als Angriff auf das VW-Gesetz verstanden. Zu dem Punkt heißt es nun, dass der Aufsichtsrat den Vorstand bitte, ein Modell für eine „fortentwickelte Entscheidungs- und Konzernstruktur“ zu entwickeln, die eine „klare Zuordnung der Verantwortlichkeiten und eine schnellere, effizientere und moderne Konzernsteuerung“ ermögliche.
Die Arbeitnehmervertreter erklärten dazu, dass eine Ausgliederung der Kernmarke VW und der Komponentensparte damit vom Tisch und der Angriff auf die Mitbestimmungsstrukturen erfolgreich abgewehrt worden sei. Doch soll der Aufsichtsrat seine Zustimmungsvorbehalte auf Maßnahmen von wesentlicher Bedeutung für den Gesamtkonzern beschränken. Derzeit muss das Gremium allen Investitionen von mehr als 50 Millionen Euro zustimmen.
Keine weitere Sitzung
Vor zwei Monaten waren die Spar- und Zukunftspläne des Vorstands erstmals im Aufsichtsrat behandelt worden – und dort am Widerstand der Arbeitnehmer und des Landes gescheitert. Nach der überraschenden Einigung im Aufsichtsrat wird es nun am Freitag keine weitere Sitzung geben. Der Termin für das Kontrollgremium sei kurzfristig vorverlegt worden und man habe bereits am Donnerstag getagt, hieß es.
Quelle: https://orf.at/stories/3441141/
Ford Crown Victoria P71 Police Interceptor
GMC Safari Gulf Stream High Top Conversion Van
GMC Revcon Slant Nose Class A Motorhome
GMC Safari Gulf Stream High Top Conversion Van
GMC Revcon Slant Nose Class A Motorhome
- frontpushbar
- Pro Stock

- Beiträge: 2421
- Registriert: Dienstag 10. Januar 2006, 19:07
- Wohnort: Home is where we park it.
Oweh - VW
Na, dann wird ja alles gut, Hauptsache:
VW-Sparpläne: Aktie reagierte mit Sprung nach oben
Die überraschende Einigung auf ein Sparpaket bei Volkswagen hat die Aktien des kriselnden Autokonzerns gestern kräftig angeschoben.
Um fast zehn Prozent ging es für die VW-Vorzugsaktien an der Spitze des deutschen Aktienindex DAX nach oben. Auch die Branchenkollegen BMW und Mercedes-Benz standen klar im Plus.
Quelle: https://orf.at/stories/3441218/
VW-Sparplan sorgt in OÖ für Unsicherheit
Der Volkswagen-Konzern (VW) hat ein weitreichendes Sparpaket beschlossen. Bis 2030 sollen weitere 50.000 Stellen wegfallen, vier Werke in Deutschland stehen langfristig vor der Schließung. In Oberösterreich beobachten zahlreiche Zulieferbetriebe die Entwicklung genau. Österreichweit hängen laut einer Studie rund 6.300 Arbeitsplätze direkt an VW-Aufträgen.
Der Sanierungsplan mit dem Titel „Zukunftsplan 2030“ wurde am Donnerstagabend vom Aufsichtsrat des Konzerns abgesegnet. Der VW-Konzern will damit seine Kosten deutlich senken und die Rendite steigern. Weltweit beschäftigt der Konzern derzeit rund 600.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
VW als wichtiger Auftraggeber
Für Oberösterreich ist die Entwicklung besonders relevant, weil viele heimische Betriebe direkt oder indirekt für VW produzieren. Laut einer Untersuchung des Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII), des Logistikums der Fachhochschule Oberösterreich (FH OÖ) und des Complexity Science Hub liefern österreichweit rund 135 Unternehmen direkt an deutsche VW-Werke.
Der Direktor von ASCII, Komplexitätsforscher Peter Klimek, spricht von einer engen wirtschaftlichen Verflechtung: „Wir schätzen, dass ungefähr 6.300 dieser Jobs direkt an Volkswagen als Kunden hängen.“ Besonders stark vertreten seien Unternehmen im Automobilcluster in Oberösterreich und der Steiermark.
Zulieferindustrie passt sich bereits an
Klimek verweist darauf, dass die Branche bereits seit Jahren unter Druck steht. „In den letzten fünf Jahren hat sich die Beschäftigung in der Zulieferindustrie um fünf Prozent reduziert. Die Erwartung ist, dass das demnächst auch so weitergeht“, sagte er im Gespräch mit dem ORF OÖ.
Wie stark sich das aktuelle Sparpaket tatsächlich auf Österreich auswirken werde, lasse sich derzeit aber schwer abschätzen. Viele Entwicklungen seien bereits erwartet worden. „Man weiß schon seit einigen Jahren, dass bestimmte Fertigungslinien bei Volkswagen fraglich sind“, so Klimek.
Der Kunststoffteilehersteller Polytec mit Sitz in Hörsching (Bezirk Linz-Land) sieht derzeit ebenfalls noch keine unmittelbaren Auswirkungen. Ähnliche Diskussionen über Werksschließungen und Stellenabbau habe es in den vergangenen Jahren bereits mehrfach gegeben, umgesetzt worden sei bisher aber wenig.
Hoffnung auf neue Kunden
Nach Einschätzung von Klimek könnte der Umbau bei VW auch neue Chancen eröffnen. Zwar verliere der deutsche Konzern Marktanteile, die Nachfrage nach Autos gehe insgesamt aber nicht stark zurück. Andere Hersteller könnten davon profitieren.
Vor allem chinesische Autobauer bauen ihre Präsenz in Europa aus. Der Hersteller BYD produziere bereits in Ungarn und suche dort lokale Zulieferer. Österreichische Betriebe könnten dadurch neue Kunden gewinnen, sagte Klimek. Einfach sei dieser Wechsel allerdings nicht, weil neue Produktionsabläufe und Anforderungen aufgebaut werden müssten.
Auch Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht die Situation für die österreichischen Zulieferer weniger dramatisch. Das eigentliche Problem liege in Deutschland und bei den dortigen VW-Werken. "Ob jetzt Autos in Spanien oder in Tschechien bei VW gebaut werden, das spielt für die österreichischen Zulieferer nicht die große Rolle. Also das Geschäft geht weiter“, so Dudenhöffer.
Vier Werke ohne Zukunftsgarantie
Der VW-Konzern plant laut dem beschlossenen Paket nicht nur einen weiteren Stellenabbau, sondern auch eine Reduktion der Produktionskapazitäten in Europa um 500.000 Fahrzeuge pro Jahr.
Für die Werke Neckarsulm, Zwickau, Emden und Hannover sei zwischen 2031 und 2034 derzeit keine Folgebelegung gesichert. Alternative Nutzungsmöglichkeiten würden geprüft.
Zudem will VW seine Modellpalette bis 2035 halbieren und Investitionen reduzieren. Gleichzeitig setzt der Konzern auf Wachstum in Nordamerika und auf eine stärkere Vereinheitlichung von Bauteilen und Abläufen.
Wie stark sich die Maßnahmen langfristig auf die österreichische Zulieferindustrie auswirken werden, ist derzeit noch offen. Viele Unternehmen beobachten nun genau, ob den angekündigten Einschnitten tatsächlich konkrete Schritte folgen.
Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3369903/
VW-Sparpläne: Aktie reagierte mit Sprung nach oben
Die überraschende Einigung auf ein Sparpaket bei Volkswagen hat die Aktien des kriselnden Autokonzerns gestern kräftig angeschoben.
Um fast zehn Prozent ging es für die VW-Vorzugsaktien an der Spitze des deutschen Aktienindex DAX nach oben. Auch die Branchenkollegen BMW und Mercedes-Benz standen klar im Plus.
Quelle: https://orf.at/stories/3441218/
VW-Sparplan sorgt in OÖ für Unsicherheit
Der Volkswagen-Konzern (VW) hat ein weitreichendes Sparpaket beschlossen. Bis 2030 sollen weitere 50.000 Stellen wegfallen, vier Werke in Deutschland stehen langfristig vor der Schließung. In Oberösterreich beobachten zahlreiche Zulieferbetriebe die Entwicklung genau. Österreichweit hängen laut einer Studie rund 6.300 Arbeitsplätze direkt an VW-Aufträgen.
Der Sanierungsplan mit dem Titel „Zukunftsplan 2030“ wurde am Donnerstagabend vom Aufsichtsrat des Konzerns abgesegnet. Der VW-Konzern will damit seine Kosten deutlich senken und die Rendite steigern. Weltweit beschäftigt der Konzern derzeit rund 600.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
VW als wichtiger Auftraggeber
Für Oberösterreich ist die Entwicklung besonders relevant, weil viele heimische Betriebe direkt oder indirekt für VW produzieren. Laut einer Untersuchung des Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII), des Logistikums der Fachhochschule Oberösterreich (FH OÖ) und des Complexity Science Hub liefern österreichweit rund 135 Unternehmen direkt an deutsche VW-Werke.
Der Direktor von ASCII, Komplexitätsforscher Peter Klimek, spricht von einer engen wirtschaftlichen Verflechtung: „Wir schätzen, dass ungefähr 6.300 dieser Jobs direkt an Volkswagen als Kunden hängen.“ Besonders stark vertreten seien Unternehmen im Automobilcluster in Oberösterreich und der Steiermark.
Zulieferindustrie passt sich bereits an
Klimek verweist darauf, dass die Branche bereits seit Jahren unter Druck steht. „In den letzten fünf Jahren hat sich die Beschäftigung in der Zulieferindustrie um fünf Prozent reduziert. Die Erwartung ist, dass das demnächst auch so weitergeht“, sagte er im Gespräch mit dem ORF OÖ.
Wie stark sich das aktuelle Sparpaket tatsächlich auf Österreich auswirken werde, lasse sich derzeit aber schwer abschätzen. Viele Entwicklungen seien bereits erwartet worden. „Man weiß schon seit einigen Jahren, dass bestimmte Fertigungslinien bei Volkswagen fraglich sind“, so Klimek.
Der Kunststoffteilehersteller Polytec mit Sitz in Hörsching (Bezirk Linz-Land) sieht derzeit ebenfalls noch keine unmittelbaren Auswirkungen. Ähnliche Diskussionen über Werksschließungen und Stellenabbau habe es in den vergangenen Jahren bereits mehrfach gegeben, umgesetzt worden sei bisher aber wenig.
Hoffnung auf neue Kunden
Nach Einschätzung von Klimek könnte der Umbau bei VW auch neue Chancen eröffnen. Zwar verliere der deutsche Konzern Marktanteile, die Nachfrage nach Autos gehe insgesamt aber nicht stark zurück. Andere Hersteller könnten davon profitieren.
Vor allem chinesische Autobauer bauen ihre Präsenz in Europa aus. Der Hersteller BYD produziere bereits in Ungarn und suche dort lokale Zulieferer. Österreichische Betriebe könnten dadurch neue Kunden gewinnen, sagte Klimek. Einfach sei dieser Wechsel allerdings nicht, weil neue Produktionsabläufe und Anforderungen aufgebaut werden müssten.
Auch Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht die Situation für die österreichischen Zulieferer weniger dramatisch. Das eigentliche Problem liege in Deutschland und bei den dortigen VW-Werken. "Ob jetzt Autos in Spanien oder in Tschechien bei VW gebaut werden, das spielt für die österreichischen Zulieferer nicht die große Rolle. Also das Geschäft geht weiter“, so Dudenhöffer.
Vier Werke ohne Zukunftsgarantie
Der VW-Konzern plant laut dem beschlossenen Paket nicht nur einen weiteren Stellenabbau, sondern auch eine Reduktion der Produktionskapazitäten in Europa um 500.000 Fahrzeuge pro Jahr.
Für die Werke Neckarsulm, Zwickau, Emden und Hannover sei zwischen 2031 und 2034 derzeit keine Folgebelegung gesichert. Alternative Nutzungsmöglichkeiten würden geprüft.
Zudem will VW seine Modellpalette bis 2035 halbieren und Investitionen reduzieren. Gleichzeitig setzt der Konzern auf Wachstum in Nordamerika und auf eine stärkere Vereinheitlichung von Bauteilen und Abläufen.
Wie stark sich die Maßnahmen langfristig auf die österreichische Zulieferindustrie auswirken werden, ist derzeit noch offen. Viele Unternehmen beobachten nun genau, ob den angekündigten Einschnitten tatsächlich konkrete Schritte folgen.
Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3369903/
Ford Crown Victoria P71 Police Interceptor
GMC Safari Gulf Stream High Top Conversion Van
GMC Revcon Slant Nose Class A Motorhome
GMC Safari Gulf Stream High Top Conversion Van
GMC Revcon Slant Nose Class A Motorhome
