Unser GMC Hecktriebler muss uns im Winter (seit 2021 nur
mehr bis Mitte Jänner) bekanntlich für Langstrecken
als Family-Van zur Verfügung stehen.
Mit dessen Cooper Winterreifen (ADAC-Urteil: "Nicht empfehlenswert") kletterten wir im Schneechaos in Deutschland anno 2017 übrigens bestens die steilsten, verschneiten Straßen hinauf.
Ebenso ausreichend im Jahre 2022, als wir am 23. Dezember am Ende einer Massenkarambolage in Bayern aufgrund von Blitzeis rechtzeitig unbeschädigt zum Stehem kamen.
Passieren kann immer was, aber da hilft mir die Erfahrung der letzten Jahrzehnte mit den alten V8 Straßenkreuzern, welche lautet:
"Bei Regen, Schnee oder wenn sich z. B. Eis auf den Wischblättern bildet, runter vom Gas und viel Abstand halten."
Wo Fronttriebler einem auf der Schneefahrbahn mit 80+ überholen, bleibe ich bei max. 50 km/h. Wenn man das Fahren mit Heckantrieb ohne ABS/ESP etc. gewohnt ist, wird man vorsichtig. So schlecht fuhr sich z. B. mein 1971er Ford LTD in den verschneiten, glatten Winternächten um 4:00 Uhr in der Früh beim 70 km Rückweg von der Großraumdisco an den Wochenenden gar nicht - er hatte nämlich ein Sperrdifferential.
Dies war damals eine Option, welche sich die "Kammer der gewerblichen Wirtschaft" als Erstbesitzer von Zwangsmitgliedschaftsgeldern selbstverständlich gerne bezahlen ließ.
Die europäischen Reifentestungen haben im Übrigen kaum Relevanz mit Bezug auf alte, schwere U.S. Fullsize Cars, auch nicht für unseren Midsize Van, dessen Fahrgestell im Grunde eine Anfang 1980er Konstruktion ist.
Vom Revcon mit seinem, bei einem 6,8 Tonnen Fahrzeug unüblichen FWD Antrieb ganz zu schweigen.
Also informiere ich mich in diversen U.S. Foren, denn die in Millionen Stückzahlen gefertigten U.S. Fahrzeuge müssen auch mit entsprechend guten Reifen ausgestattet werden. Alaska, aber auch ein Winter in Massachusetts, welchen ich selbst im Zuge meiner Arbeitstätigkeit in den Staaten erlebt habe, ist nicht ohne.
So viel Schnee und derart widrige Straßenverhältnissen - z. B. 8spuriger Highway (95 South) auf die Hälfte zusammengeschrumpft, mit Schneepflüge auf meiner Fahrspur in der Gegenrichtung - habe ich in Österreich oder Europa niemals wieder gesehen.
Übrigens, solange namhafte (teure) Winterreifen österreichischer Produktion von hiesigen Autofahrerclubs getestet wurden, waren diese immer an der Spitze vertreten.
Als sich dann die zuvor mit Steuergeldern geförderten und aufgebauten Produktionsbetriebe ins Ausland verlagerte, gingen auch plötzlich die Testergebenisse den Bach runter.
Warum wohl?