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Karosserieblech - kleben vs. Schweißen
Verfasst: Samstag 13. Februar 2010, 01:35
von V8-Sven
Hätte mal gern gewusst, ob hier jemand Erfahrungen gemacht hat mit dem Verkleben von Blechen?Speziell geht's mir dabei um das Verblechen von Fenstern eines Vans.Es handelt es sich ungefähr um diese Form:
Hab oft gehört und auch schon gesehen, dass zugeschweißte Fenster immer wieder "hochkommen" irgendwann.Und da ich auch nicht schweißen kann, kam mir der Gedanke Bleche zu verkleben.Wird ja heutzutage sehr häufig gemacht soweit ich weiß.Wichtig ist mir vor allem, dass es nicht wieder gammelt.1000%ig Perfekt aussehen muss es widerum nicht, da die Fläche eh überklebt werden soll mit Werbung.Soll natürlich auch keine Buckellandschaft sein, aber ich denke Ihr wisst was ich meine...
Kann mir jemand was dazu erzählen und vielleicht sogar irgendwelche Tipps geben, was man besonders beachten muss und welchen Kleber man verwenden sollte (sofern man Kleben überhaupt empfehlen kann)

Verfasst: Samstag 13. Februar 2010, 08:48
von earch
hab mal in ner wohnmobil-werkstadt gearbeitet, da haben wir sowas immer verklebt. mit ner absetzzange den rand vom blech absetzen und von innen mit nem 2K-karosseriekleber veleben, dann aussen mit polyspachtel verspachteln, schleifen grundieren und lacken. hat meistens ohne risse gehalten. ich selbst würds schweissen, aber auch nur weil ich alles schweisse was belch is. halten wirds mit kleben wohl auch.
Verfasst: Samstag 13. Februar 2010, 13:03
von Haegar
Bleche kleben geht schon. Da wo es von der Konstruktion der Karosserie ab Werk so vorgesehen ist, macht das auch Sinn, doch bei dem was du vor hast Sven, rate ich dir davon ab, weil zu viele Unbekannte Groessen im Spiel sind. Eine davon, die nicht zu unterschaetzen ist, vor allem beim G-Chevy, ist die Tatsache, dass sich die Karosserie beim Fahren verwindet. Und das tut sie beim Chevy ziemlich arg, da er selbsttragend gebaut ist.
Verfasst: Donnerstag 18. Februar 2010, 16:38
von Buickpower
Servus...
Also Bleche zu verleben bei der Anwendung die du vor hast is theoretisch kein Problem...kommt halt drauf an wie geschickt man handwerklich ist. Gerade dann wenn es nicht um strukturell wichtige Teile handelt ist verkleben eigentlich nicht sehr schwierig. Schwieriger, und das wär auch beim verschweissen der Fall, ist es die einzusetzenden Bleche in die richtige Form zu bekommen. Nur einfach ein Blech mit der Hand hinzubiegen sieht meist SCH... aus... mit etwas gutem willen und dem billigsten Karro-Hammer set vom Zgonc erzielst du normal hier schon gute ergebnisse. Auch entwickelt das Blech wenn es etwas gekrümmt ist eine höhere Eigenspannung und verwirft sich nicht. Blech auf eine Holzplatte auflegen, linien im Kreuzraster im Abstand von etwa 5cm einzeichnen und dann mit GANZ wenig Kraft entlang dieser Linien VIELE LEICHTE Hammerschläge setzen. Das Ergebnis ist kaum sichtbar aber das Blech wölbt sich leicht und wird dadurch steifer nur so hält dir der eventuell aufgetragene Spachtel. Füllern oder Spachteln kannst du NUR wenn du Bleche durchgängig verschweisst. Wennste klebst wird das gar nix da auf der Naht...zu flexibel...
Zum kleben ansich:
würd mich da eher an ein Produkt von Sikaflex (221) das für den Fahrzeugbau verwendet wird halten. Mit dem (und anderem) Zeug werden meterlange Seitenteile (Alu) von Schienenfahrzeugen und Bussen verklebt. Hält wie Sau...bei richtiger Vorbereitung. Auch Scheibenkleber is net so übel..gibt einen von Teroson der ohne Primer zu verwenden ist. Hab bei meinem 3-türigen S10 die hinteren Scheiben damit eingeklebt...sind als Problemfall bekannt...funzte net so übel..
und dem Kleber is es egal ob an beiden Seiten Blech oder Glas is..
Verfasst: Donnerstag 18. Februar 2010, 23:04
von Gustavltd
Kleben ist heute kein Problem mehr, z.B. wird beim aktuellen 6er BMW der vordere Rahmen ans "Fahrerhaus" geklebt.
Aber wie bei allen Lackarbeiten: sauber, sauber, fettfrei!!!!!!!!
lg Gus